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Frischkäse

SENDETERMIN Mo, 12.8.2019 | 17:05 Uhr | SWR Fernsehen

So ein Quark! Frischkäse-Arten und was sie ausmacht

Ob Skyr, Hüttenkäse, Schichtkäse oder Quark: in allen Fällen handelt es sich um Frischkäse. Sie enthalten gut verwertbares Eiweiß und sind auch bei Hitze sehr bekömmlich, weiß Ernährungswissenschaftlerin Dr. Barbara Bjarnason.

Warum sind Frischkäse ein tolles Lebensmittel?

Kurz gesagt: Sie sind leicht, kalorienarm und eiweißreich.

Was bedeutet "leicht" in dem Zusammenhang?

Milchprodukte, die durch Bakterienstämme angesäuert wurden, sind besonders leicht verdaulich, da die Proteinstruktur verändert ist. Außerdem wirkt die Milchsäure auf das Bakterienbiotop im Darm wie Dünger; nützliche Bakterien können wachsen und schädliche Bakterien werden an ihrer Ausbreitung gehindert.

Worin unterscheiden sich die Frischkäse?

Unterschiedliche Herstellungsprozesse ergeben unterschiedliche Produkte - allen gemeinsam ist, dass sie aus pasteurisierter Kuhmilch hergestellt werden. Sie unterschieden sich jedoch im Fettgehalt.

Und welchen sollte man wählen?

Entscheiden Sie nach ihrem Geschmack!

Tipp: Quark ist deutlich günstiger als andere Produkte. Wenn Sie Quark mit Mineralwasser aufschlagen, erhält er eine luftige und angenehme Konsistenz - und kann dann mit Skyr durchaus mithalten.

Sollte man zu fettarmen Produkten greifen?

Nein, wer kein Problem mit dem Gewicht hat, wählt gerne Quark mit 20% Fett - der enthält 5 g Fett auf 100g Quark. Das ist kein Problem und das Milchfett ist außerdem bekömmlich und gesund.

Warum ist Milchfett so gut für uns?

Mehr als 400 verschiedene Fettsäuren stecken in der Milch. Die Buttersäure scheint bei der Krebsprävention eine Rolle zu spielen. Eine Antitumorwirkung wurde auch für Capron-, Capryl-und Caprinsäure dokumentiert. Die beiden letzteren scheinen auch antiviral wirksam zu sein. Eine anti-bakterielle Wirkung ist außerdem für Laurinsäure nachgewiesen worden.

Durch den Konsum von Milchprodukten erhöht sich zwar die Aufnahme von gesättigten Fetten durch die Ernährung, aber es gibt keine eindeutigen Beweise dafür, dass ihr Verzehr durchweg mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert ist. Auch bei Krankheiten wie Diabetes und Darmkrebs hat der Verzehr wohl eher einen schützenden Effekt.

Lieber bio oder konventionell?

Die Milchsäuremuster bei biologisch hergestellten Milchprodukten schneiden deutlich besser ab - kein Wunder, schließlich bildet sich in der Milch ab, was die Kuh gefressen hat. Also: Lieber bio!


Im Studio: Dr. Barbara Bjarnason, Ernährungswissenschaftlerin

aus der Sendung vom

Mo, 12.8.2019 | 17:05 Uhr

SWR Fernsehen

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16.05 Uhr bis 18.00 Uhr im SWR Fernsehen