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Schwarztee

SENDETERMIN Do, 17.10.2019 | 17:05 Uhr | SWR Fernsehen

Genießen Schwarztee - die beliebteste Teesorte

Schwarzer Tee ist ein echter Klassiker für Tee-Fans und unfassbar vielfältig. Es gibt Schwarzteesorten wie Sand am Meer: Ceylon, Darjeeling und Assam zählen zu den beliebtesten Schwarztee-Sorten. Die Auswahl ist groß, doch wie brüht man sie richtig auf?

Schwarzer Tee gehört weltweit zu den beliebtesten Teesorten und ist wegen seiner Wirkung unter anderem als Alternative zum Kaffee weit verbreitet. Das Angebot an Schwarztee ist reichhaltig, von pur über Teemischungen bis aromatisiert. Als edelste Sorte gilt Darjeeling aus dem Norden Indiens. Das Aroma schwankt je nach Ernte von zart (First Flush im Frühling) bis würzig (Second Flush im Sommer) bis nussig (Autumn Flush im Herbst). Daneben gehören Assam und Ceylon mit herb-kräftigem Aroma zu den beliebtesten Sorten. Klassische Mischungen sind zum Beispiel die Ostfriesische oder Englische mit bis zu zehn Schwarzteesorten. Der Favorit bei den aromatisierten Tees ist Earl Grey, der durch das Öl der Bergamotte eine blumige Note erhält.

Die verschiedenen Sorten:

Schwarzer Tee

Schwarzer Tee bremst das Bakterienwachstum.

Assam: ist der kräftigste unter den Schwarztees, aus dem , das größte, zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt. Dort wird bis auf 800 Meter Höhe Tee angebaut auf flachen Plantagen/Feldern.

Earl Grey: Chinesischer Schwarztee, der durch das Öl der Bergamotte eine blumige Note erhält.

Darjeeling: der Champagner unter den Schwarztees. Wächst auf einer Höhe bis zu 2400 Metern. Dort ist ein anderes Klima gegeben, wie z.B. im Brahmaputra-Tal in Nordindien. Der Tee wächst an steilen Hängen und ist tief mit der Erde verwurzelt und holt sich seine Nährstoffe aus dem Boden.

Ceylon: entspricht dem English breakfast-Tee, ist ein Wachmach-Tee, reich an Teein und gibt den morgendlichen Kick.

Schwarztee richtig zubereiten:

Für eine Teekanne mit 1 bis 1,3 Liter verwendet man sechs leicht gehäufte Teelöffel. Bringen Sie Wasser zum Kochen, es muss richtig sprudeln, dann das Wasser kurz

sieden lassen, beruhigen lassen und aufgießen. Sobald das Teewasser aufgehört hat zu wallen, ist die optimale Brühtemperatur von 95°C erreicht. Bei einer Ziehzeit von einer bis drei Minuten wirkt der Tee belebend. Bei einer Ziehzeit von drei bis fünf Minuten werden viel mehr Gerbstoffe freigesetzt, der Tee kann bitter werden, ist aber magenberuhigend.

Was ist an einem Schwarztee schwarz?

Der Tee färbt sich bei der Fermentation von Grün in Kupferrot / Braun / Schwarz, denn die Teeblätter werden im Gegensatz zum grünen Tee fermentiert. Dabei intensiviert sich das Aroma des Tees.

Was bedeutet Fermentieren?

Die Fermentation ist ein Oxidationsprozess, der bereits beim Rollen des Tees einsetzt. In dieser Phase finden zahlreiche Veränderung im Blatt statt, die den Geschmack und das Aroma des schwarzen Tees stark beeinflussen. Der Tee färbt sich von Grün in Kupferrot / Braun / Schwarz. Für die Fermentation wird das Blattgut auf Steigen verteilt. Warme Luft wird zugefügt. Fermentationsdauer bis zu fünf Stunden bei gegebener Raumtemperatur und einer Luftfeuchtigkeit von 90 bis 98 %. Die Fermentation / chemische Umsetzung gehört zum schwierigsten Vorgang der Teeherstellung und bedarf langjähriger Erfahrung. Der zuständige Teemacher entscheidet anhand von Farbe und Geruch, wann die Fermentation unterbrochen wird. Bei einer Überfermentation würde der Geschmack leiden und der Aufguss trübe werden. Zu kurz fermentierter Tee schmeckt durch seinen hohen Tanningehalt hingegen bitter.

Zucker und Milch?

Kandiszucker ist die Möglichkeit, Tee am feinsten zu süßen. Der Tee bekommt ein Karamellaroma. Milch darf man auch verwenden, allerdings sollte die Milch einen Fettgehalt von mind. 3,5% haben. Mit Milch kann man auch die Gerbstoffe im Tee binden, wenn ein Tee zu bitter ist. Das Zahnfleisch fühlt sich mit Milch nicht so pelzig an.

Im Studio: Björn Deinert, Tea-Master

aus der Sendung vom

Do, 17.10.2019 | 17:05 Uhr

SWR Fernsehen

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16.05 Uhr bis 18.00 Uhr im SWR Fernsehen