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Warenkunde Weihnachtliche Gewürze

Lebkuchen und Co.

Es liegt was in der Luft - ja genau der besondere Duft der weihnachtlichen Gewürze. Diese Düfte bringen uns in die vorweihnachtliche Stimmung. Sie haben aber auch positive Einflüsse auf unsere Gesundheit und eine jahrtausendlange Geschichte zu erzählen.

Anis, Zimt, Koriander, Piment, Gewürznelken und Kardamom sind die typischen Lebkuchengewürze. Sie bilden die Grundlage der Weihnachtsbäckerei, sind werden aber auch in pikanten Gerichten gerne verwendet.

In der römischen Kultur und im europäischen Mittelalter galten sie als wahre Schätze. Es wurden Unsummen bezahlt und auch weite Wege zurückgelegt, um an die kostbaren Gewürze zu kommen.

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Weihnachtliche Gewürze

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Anis ist ein wichtiger Bestandteil der weihnachtlichen Gebäcke (Weihnachtsbrot, Springerle). Die getrockneten Samen der Anispflanze werden auch der süße Kümmel genannt. Durch das ätherische Öl Anethol schmeckt es leicht nach Lakritze. Anis wirkt mit seinen ätherischen Ölen krampflösend in Magen und Darm, er ist somit ein gutes Mittel gegen Blähungen.
Kleiner Tipp: Eine Messerspitze Anis in einem Glas mit warmer Milch hilft beim Einschlafen. Anistee wirkt auch husten- und schleimlösend.

Anis ist ein wichtiger Bestandteil der weihnachtlichen Gebäcke (Weihnachtsbrot, Springerle). Die getrockneten Samen der Anispflanze werden auch der süße Kümmel genannt. Durch das ätherische Öl Anethol schmeckt es leicht nach Lakritze. Anis wirkt mit seinen ätherischen Ölen krampflösend in Magen und Darm, er ist somit ein gutes Mittel gegen Blähungen.
Kleiner Tipp: Eine Messerspitze Anis in einem Glas mit warmer Milch hilft beim Einschlafen. Anistee wirkt auch husten- und schleimlösend.

Koriander ist mit dem Anis verwandt und stammt aus dem östlichen Mittelmeergebiet. Das Pulver aus den gemahlenen Samen ist ein unabdingliches Spekulatius- und Lebkuchengewürz. Das Öl des Korianders hemmt das Wachstum von Bakterien und wirkt leicht krampflösend und blähungstreibend. Als natürlicher Appetitanreger ist Koriander ebenfalls sehr sinnvoll.

Kardamom kommt ursprünglich aus Südindien und wird nur selten als reines Gewürz verwendet. Er findet seinen Platz in vielen Gewürzmischungen für Süßes und Pikantes. Kardamom gehört unbedingt in Gewürzplätzchen, in Spekulatius und eine Prise davon gibt Kaffee oder Kakao eine besondere Note.
Beim Kardamom verwendet man die unreifen Samen der Pflanze. Eine Kapsel schützt das Aroma, deshalb den Samen erst kurz vor Gebrauch herauslösen und im Mörser zerkleinern. Das Öl von Kardamom wirkt nicht nur wachstumshemmend auf Bakterien und Pilze, sondern steigert auch die Magensaft- und Gallensekretion.

Gewürznelken sind unverzichtbar in der Weihnachtsbäckerei und auch im Glühwein, Rotkohl oder zum Schweinebraten. Auch bei Zahnschmerzen sind sie zu empfehlen – einfach auch einer Nelke kauen.

Zimt ist das Weihnachtsgewürz schlechthin, egal ob in Plätzchen, Stollen, Glühwein oder Fleischgerichten. Das stark wirkende ätherische Öl stimuliert die Magenschleimhaut und regt wie Kardamom die Sekretion von Magensaft an.
Heilungseffekte gegen verschiedene Stoffwechselerkranken, wie z. B. Diabetes mellitus, Arteriosklerose, Übergewicht etc., die dem Zimt in letzter Zeit zugeschrieben werden, sind allerdings mit Vorsicht zu bewerten. Auch zu viel Zimt ist nicht gut: Ein Inhaltsstoff kann die Leber bei hoher Dosierung angreifen.

Vorsicht bei der Wahl der Zimtsorte Cassia-Zimt! Dieser enthält das in großen Mengen gesundheitsschädliche Cumarin und sollte deshalb nicht verwendet werden.
Bei Zimtpulver ist es allerdings kaum möglich, Ceylon-Zimt von Cassia-Zimt zu unterscheiden. Bei Zimtstangen haben Sie eine bessere Chance: Cassia-Zimt besitzt eine relativ dicke Rindenschicht die zu einem Röllchen eingerollt ist. Eine Ceylon-Zimt-Stange ähnelt im Querschnitt einer angeschnittenen Zigarre.

Lager- und Anwendungstipps

Gewürze sind sehr sensible Naturprodukte, die Lagerung von Gewürzen und der Umgang mit Gewürzen haben beim Kochen einen entscheidenden Einfluss auf den genussvollen Würzzauber.

Gewürze sollten luftdicht und dunkel gelagert werden. Es empfiehlt sich die Gewürze unzerkleinert zu kaufen und selber kurz vor dem Gebrauch zu mahlen. Dazu benötigt werden eine Gewürzmühle, Idealerweise mit Keramik - Mahlwerk oder ein Handmörser aus Porzellan.

In vielen Küchen stehen die Gewürze direkt über dem Herd (Wasserdampf und Hitzequelle) auf einem Regal in einer hellen Gewürzdose. Dabei geht natürlich das Aroma verloren. Gewürze sind sensible Naturprodukte und sollten deshalb möglichst dunkel und trocken gelagert werden.

Im Studio: Sven Bach, Ernährungsberater