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Käse auf einem Schneidebrett

SENDETERMIN Mo, 21.10.2019 | 17:05 Uhr | SWR Fernsehen

Einfach praktisch Reibekäse aus der Packung

Der heiße Sommer ist vorbei und die Backöfen kommen wieder vermehrt zum Einsatz. Zeit für Pizza und andere mit Käse überbackene Gemüsegerichte. Schnell greifen wir zu Reibekäse aus der Packung. Doch was ist wirklich in den Tüten mit geriebenem Käse drin?

Geriebener Käse ist oft günstiger als solcher am Stück und er ist fix über Aufläufe gestreut. Genau deshalb wird er sehr gern gekauft. Doch genaues Hinsehen und Riechen vorm Verwenden ist immer nötig. Hier ein kleiner Überblick:

Schnittkäse – wie Gouda und Emmentaler

In den Tüten ist der angegebene Käse und Stärke als Trennmittel, damit der Käse nicht zusammenklebt. Bio-Käse kommt ohne Trennmittel aus. Verpackt wird unter einer Schutzatmosphäre, einem Mix aus Stickstoff und Kohlendioxid, um die Schimmelbildung zu verhindern.

TIPP 1: Riecht der Käse ranzig-muffig oder säuerlich, sollten Sie ihn wegwerfen:

Hintergrund: Man weiß nie, wann der Käse abgepackt wurde. Die üblichen Schnittkäsesorten haben ab Zeitpunkt des Kaufes ein Mindesthaltbarkeitsdatum von 2-3 Monaten. Die große Oberfläche macht den geriebenen Käse anfällig für Keime. Trotz Schutzatmosphäre weisen Tests immer wieder Keime wie Schimmel nach, wenn der Käse kurz vorm Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums genutzt wird.

TIPP 2: Geriebenen Käse möglichst kurz vorm Nutzen kaufen und vollständig verwenden. Offene Tüten mit Resten nur wenige Tage im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren, weil sie ohne Schutzatmosphäre schnell verderben.

TIPP 3: Eingefrorene Reibekäsereste lassen sich noch sehr gut zum Überbacken verwenden.

TIPP 4: Wird der geriebene Käse kalt genutzt, etwa in Salaten, empfiehlt es sich, den Käse selbst vom Stück abzuhobeln und auf den faderen vorgeriebenen zu verzichten.

Pizzakäse

Gouda ist eine der beliebtesten Käsesorten auf der Pizza, weil er prima zerläuft. Dabei ist es eigentlich der neutrale Mozzarella, der ursprünglich genutzt wird. Doch der bildet beim Backen Blasen. Und diese verbrennen schnell.

Pizza teilen

Gouda ist die beliebteste Käsesorte auf der Pizza

Die andere Variante heißt „Pizza-Mix“. Hier fehlt das Wort Käse, und zwar aus gutem Grund. Denn hier ist auch nur zu rund 50 Prozent Käse drin. Als Käse dürfen tatsächlich nur Milchprodukte bezeichnet werden. Deshalb ist auch der Begriff „Analogkäse“ offiziell nicht mehr erlaubt. Laut EU-Vorschrift (LMIV) muss die Ersatzzutat in unmittelbarer Nähe zur Produktbezeichnung stehen und deutlich zu erkennen sein.

Die andere geriebene Variante heißt „Pizzakäse“ und ist in der Regel eine Mischung verschiedener Sorten. Grund: Die Sorten verhalten sich beim Backen höchst unterschiedlich, sind aber einzeln für sich nicht ideal. Eine Mischung verbessert also Geschmack und Aussehen.

Englischer Cheddar färbt sich nach fünf Minuten im Pizzaofen kräftig orange. Emmentaler dagegen gelb. Schweizer Gruyère und italienischer Provolone dagegen setzen beim Erhitzen eine zarte Ölschicht frei. Die schützt den Käse vorm Austrocknen. Er wird deshalb weniger schnell braun.

TIPP 5: Mögliche Mischungen zum selbst machen:

  • Mozzarella mit Gruyère oder Provolone
  • etwas Parmesan untermischen, um den Geschmack kräftiger zu machen
  • Cheddar und Gouda für bessere Farbe

Im Studio: Sabine Schütze, SWR Redaktion Umwelt und Ernährung

aus der Sendung vom

Mo, 21.10.2019 | 17:05 Uhr

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