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Rohes Putenfleisch

SENDETERMIN Mo, 1.4.2019 | 17:05 Uhr | SWR Fernsehen

Was ist der Unterschied? Huhn oder Pute?

Haben Sie sich jemals gefragt, worin sich die beiden Geflügelsorten Huhn und Pute unterscheiden? Wir klären Sie auf.

Wissenswertes zu Geflügel allgemein

Huhn und Pute unterscheiden sich in ihren Inhaltsstoffen nicht wesentlich. Beide liefern fettarmes und eiweißreiches Fleisch. Tiere, die stressfrei und mit tatsächlich auch genutztem Freilauf aufwachsen, weisen ein besseres Nährstoffschema auf: Sie enthalten wertvollere Fettsäuren und weniger Cholesterin. Im Umgang mit Geflügelfleisch spielt Hygiene eine große Rolle, denn Geflügel ist oft mit Keimen belastet.

MRSA-Keime (Multi-resistente Staphylococcus aureus) können Wundinfektionen verursachen und sind vor allem als „Krankenhauskeime“ für viele Todesfälle in Krankenhäusern verantwortlich. ESBL-bildende Keime dagegen produzieren das Enzym Extended Spectrum Beta-Lactamase (ESBL), das viele wichtige Antibiotika unwirksam macht.

Wichtig: Das 10-minütige Durcherhitzen auf 75 Grad bietet hier eine Sicherheit. Küchenutensilien, die mit rohem Geflügel in Kontakt waren, müssen heiß gereinigt werden. Rohes Fleisch sollte im Kühlschrank getrennt von anderen Lebensmitteln aufbewahrt werden.

Steckbrief Pute:

Nach Huhn ist Pute das beliebteste Geflügelfleisch in Deutschland. 20 Wochen dauert die Mast bei einem Puter, die weibliche Pute benötigt ca. 16 Wochen, um in der konventionellen Mast auf ihr Schlachtgewicht zu kommen. Pute wird in der Regel in Teilstücken angeboten. Die Flügel bestehen aus weißem Fleisch und eignen sich super für den Grill. Die Putenkeule lässt sich sogar als Rollbraten schneiden. Das dunklere Keulenfleisch ist universell in der Küche einsetzbar. Die Putenbrust ist für panierte Schnitzel, Steaks und Geschnetzeltes ideal.

Steckbrief Huhn:

Das beliebteste Geflügelfleisch wird im Gegensatz zur Pute oft auch im Ganzen gekauft und im Ofen, mit Kräutern gefüllt, zubereitet. Das Brustfleisch ist sehr mager und hat einen geringen Eigengeschmack, mit Kräutern, Gewürzen und leichten Saucen ist es jedoch für die schnelle Küche sehr gut geeignet. Freilandhähnchen haben durch die Bewegung ein zartes und saftiges Fleisch. Suppenhuhn ist - wie schon der Name sagt - ideal für Suppen, Einlagen, Brühen, Frikassees und Eintöpfe. Die Tiere haben ein festeres Fleisch, das eine längere Garzeit benötigt.

Weitere Informationen:

Tipps für besseren Fleischeinkauf

Geflügelmast - Einsatz von Reserveantibiotikum

Fragen und Antworten zu Geflügelfleisch

Im Studio: Sven Bach, Diätassistent und Ernährungsberater

aus der Sendung vom

Mo, 1.4.2019 | 17:05 Uhr

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16.05 Uhr bis 18.00 Uhr im SWR Fernsehen