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Eine Ananas liegt neben Ananasscheibe

SENDETERMIN Mo, 30.12.2019 | 17:05 Uhr | SWR Fernsehen

Südfrüchte im Winter Wissenswertes über Mango und Ananas

Zum Jahreswechsel gönnen sich einige zur Abwechslung etwas Exotisches. Südfrüchte wie Mangos und Ananas sind sehr beliebt. Etwa 65.000 Tonnen Mangos kommen jährlich zu uns. Was steckt alles drin in den Südfrüchten?

Mango

Die carotinreichste Obstsorte besteht zu über 80 % aus Wasser. Mangos stecken voller Vitamine: C, E, B1 und Folsäure. Außerdem ist die Südfrucht reich an Mineralstoffen, wie z.B. Kalium, Magnesium und Calcium. Aufgrund ihres geringen Säuregehaltes ist die Mango eine beliebte Zutat in Babynahrung und gut verdaulich.

Vorgaben für Transporte:

Mangos werden im unreifen Stadium (Vorklimakterium) geerntet, sie müssen noch grün und festfleischig sein. Die Ernte wird von Hand oder mit speziellen Pflückstangen vorgenommen. Sie muss sorgfältig unter größter Schonung erfolgen, da bereits kleinste Risse zum raschen Verderb durch Fäulnis führen.

Zum Zeitpunkt der Ernte müssen die Mangos die Fähigkeit zur Nachreife besitzen, da sie sonst nicht ihre optimale Qualität erreichen. Die Nachreife kann durch Temperaturen von 25-30°C und einer Behandlung mit Ethylen beschleunigt werden. Nach der Ernte werden die Mangos vom austretenden Milchsaft befreit, mit Heißwasser und Fungiziden behandelt, um die relativ kurze Lagerdauer etwas zu verlängern.

Tipps für Ihren Einkauf und die optimale Lagerung:

  • Reife Mangos

    Die Reife der Mango ist immer sortenabhängig

    Die Farbe der Früchte lässt keine Rückschlüsse auf die Reife zu, die ist sortenabhängig.
  • Frucht gibt auf Druck leicht nach, dann ist die Mango reif
  • winzige schwarze Punkte auf der Schale bedeuten: vollreif, zügig essen
  • nicht im Kühlschrank, das schadet dem Geschmack
  • leichtes Nachreifen zuhause möglich: in Zeitungspapier wickeln
  • nicht in die Nähe von Äpfeln legen aufgrund der Ethylenausgasung

Tipps zur Zubereitung: Am besten längs in drei Teile schneiden, innen an dem großen Kern entlang, dann aus den Teilen das Fruchtfleisch mit einem Löffel herauslösen oder in kleine Quadrate bis zur Schale schneiden und dann rauslösen.

Ananas

Geschnittene Ananas liegt auf einem Tisch

100 g Ananas enthalten etwa 55 Kilokalorien

In der gelben Südfrucht stecken jede Menge A-, B-, und C-Vitamine. Außerdem hat die Ananas einen hohen Anteil an Bromelain. Das Enzym ist in frischen Ananas für das Bitzeln auf der Zunge verantwortlich. In aufgeschnittenen Ananas zersetzt sich das Enzym schon nach einer halben Stunde. In Dosenananas ist es gar nicht mehr enthalten. Bromelain wirkt gerinnungs- und entzündungshemmend.

Tipps für Ihren Einkauf und die optimale Lagerung:

  • Zupfen Sie am inneren Kronenblatt: löst es sich leicht, ist die Frucht reif
  • gelbe Farbe allein reicht nicht als Indiz für Reifegrad, da Früchte aus Äquatornähe grün bleiben, weil keinen ausreichenden Temperaturunterschied
  • Nahrungsmittel müssen so gelagert und behandelt werden, dass sie lange zum Verzehr geeignet bleiben.

    Ananas nie im Kühlschrank lagern

    Frische Ananas macht Milch bitter und lässt Gelatine nicht fest werden wegen des Enzyms Bromelain
  • Dosenananas enthalten das nicht mehr, weil Bromelain durch Hitze abgebaut wird
  • Lagern Sie Ananas nie im Kühlschrank, das nimmt den Geschmack der Frucht

Wer rückstandsfreie Ware will, sollte Bio-Früchte kaufen. Die erweisen sich bei Untersuchungen tatsächlich als besser, auch wenn besonders Zitrusfrüchte schneller faulen und deshalb zügig gegessen werden müssen.

Tipp: Wer die Ökobilanz berücksichtigen will, greift nicht täglich zu exotischen Früchten oder Avocados, sondern bevorzugt einheimische Ware.

Im Studio: Sabine Schütze, Redaktion Umwelt und Ernährung