Bitte warten...

SENDETERMIN Mo, 2.3.2020 | 17:05 Uhr | SWR Fernsehen

Darauf sollten Sie beim Einkauf achten Balsam-Essig oder Aceto Balsamico?

Jetzt im Frühling wächst unsere Lust auf Salat. Eine wichtige Zutat für das Dressing: Essig. Im Supermarkt stehen wir vor vielen Regalmetern mit Aceto Balsamico & Co. Worauf achten beim Einkauf? Was ist Balsamico Creme? Und: Muss es eigentlich immer Balsamico sein?

1. Bei Aceto Balsamico gibt es riesige Unterschiede in der Qualität und damit auch im Preis

Der Traditionelle, also "Aceto Balsamico tradizionale", ist ein Produkt für den Feinkostladen. 100 ml kosten 50 Euro oder mehr. Dafür hat sich der Traubenmost – und mehr darf im Tradizionale auch nicht enthalten sein - 12, 18 oder gar 25 Jahre (extravecchio) in unterschiedlichen Holzfässern zu zähflüssigem, beinahe schwarzem Balsamessig ausgereift. Produziert werden darf er ausschließlich in den Provinzen Modena oder Reggio Emilia in Italien.

"Aceto Balsamico di Modena" muss ebenfalls in Modena oder Reggio Emilia hergestellt sein. Ihm darf aber Weinessig und Zuckercouleur zugegeben werden. Achten Sie, wenn Sie ein qualitativ hochwertiges Produkt kaufen wollen, darauf, dass auf der Zutatenliste Traubenmost vor Weinessig steht - und sonst nichts!

Balsamessig aus anderen Regionen (z.B. aus Deutschland), der aus einem hohen Anteil Traubenmost und einem guten Weinessig besteht, kann höhere Qualität haben, als Aceto Balsamico di Modena. Prinzipiell gilt: Je mehr Traubenmost, desto höher die Qualität.

2. Balsamico-Creme enthält in der Regel viele Zusatzstoffe (Zucker, Verdickungsmittel, Farbstoff) und wenig Aceto Balsamico

Verzichten Sie ganz darauf oder machen Sie die Creme selbst (in diesem Rezept von Kaffee oder Tee-Koch Rainer Klutsch erfahren Sie, wie das geht ➡ Balsamicocreme).

3. Es muss nicht immer Balsamico sein

Gerade in der Kombination mit Süße (z.B. Honig) im Dressing kommt der säuerliche Geschmack von Apfelessig gut zur Geltung. Der ist meistens viel günstiger und in der Regel frei von jedweden Zusatzstoffen. Ein weiterer Vorteil: Apfelessig können Sie ganz einfach selbst machen!


Rezept: Apfelessig

Koch/Köchin:
Sven Bach

Einkaufsliste:


1kgBio-Äpfel oder die Reste von Äpfeln (Kerngehäuse etc.)
2ELZucker
2Glasgefäße (1l und 2l, steril)
2saubere Küchentücher

Zubereitung:

1. Kleingeschnittene Äpfel oder Apfelreste in das große Einmachglas geben. Mit Wasser auffüllen, bis die Äpfel gut bedeckt sind. Mit dem Tuch abdecken. Ca. 2 Wochen stehen lassen, hin und wieder umrühren.

2. Sobald die Früchte nach unten gesunken sind und sich ein intensives Essigaroma ausgebildet hat, die Flüssigkeit durch ein sauberes Tuch abgießen in das kleinere sterile Gefäß. Ca. 4-6 Wochen stehen lassen.

3. Durch ein feines Sieb oder ein Tuch filtern, in Flaschen füllen, gut verschließen und dunkel und kühl lagern.


Rezept: Baby-Spinat mit Walnussöl und Apfelessig

Koch/Köchin:
Sven Bach

Einkaufsliste:


150gBaby-Spinat (junger Spinat)
100gZiegenkäse

Für das Dressing:


Salz
2TLHonig
3ELApfelessig
1ELSenf
3ELWalnussöl
Pfeffer
TK-Gartenkräuter oder frisch

Zubereitung:

1. Babyspinat waschen, Ziegenkäse würfeln.

2. Salz und Honig im Apfelessig auflösen. Senf, Walnussöl, Pfeffer und Kräuter mit der Essigmischung mischen, bis ein homogenes Dressing entsteht.

3. Den Babyspinat mit dem Dressing vermengen und mit den Ziegenkäsewürfeln garnieren.