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Nahverkehr

SENDETERMIN Do, 16.1.2020 | 17:05 Uhr | SWR Fernsehen

Barrierefrei reisen 6 Tipps für einen unbeschwerten Urlaub

Wer auf einen Rollstuhl angewiesen ist, nicht sehen kann oder eine sonstige Behinderung hat, braucht besondere Bedingungen, um einen unbeschwerten Urlaub verbringen zu können. Viele Reiseveranstalter, Hotels und Urlaubsregionen haben sich darauf eingestellt.

Wir haben 6 Tipps für einen unbeschwerten Urlaub für Sie zusammengestellt:

  1. Reisen mit Behinderung bedarf einer gründlichen Vorbereitung. Prüfen Sie die Region, in die Sie fahren wollen auf für Sie passende Angebote. Für viele Regionen gibt es inzwischen spezielle Reiseführer für Menschen mit Handicap und Online-Angebote. Ein Anruf im Tourismusamt am Reiseziel kann sehr aufschlussreich sein, und auch Erfahrungsberichte von anderen Betroffenen sind eine gute Informationsquelle.
  2. Verlassen Sie sich bei der Hotelbuchung nicht auf Angaben in Katalogen, von Reiseveranstaltern oder auf Hotel-Homepages. Rufen Sie beim Hotel an und fragen Sie direkt nach, ob Ihre Anforderungen tatsächlich erfüllt sind, oder fordern Sie Ihren Reiseveranstalter auf, das für Sie zu tun.
  3. Wenn Sie mit der Bahn anreisen wollen, wenden Sie sich vorher an die Mobilitätszentrale der Deutschen Bahn. Hier bekommen Sie Informationen zu barrierefreien Bahnhöfen und können vereinbaren, dass Sie am Bahnhof Hilfestellung durch das Personal bekommen. Bei Flugreisen ist es wichtig, frühzeitig mit der Fluggesellschaft Kontakt aufzunehmen.
  4. Prüfen Sie, ob Sie eine zusätzliche Versicherung brauchen. In vielen Reiseversicherungen sind zum Beispiel Schäden an Hilfsmitteln (Rollstuhl etc.) nicht abgedeckt.
  5. Eine Reisebegleitung gezahlt zu bekommen, ist für Menschen, die im Alltag eine Assistenz haben, nicht einfach, weil sich die Kostenträger oft verweigern. Für Menschen ohne Assistenz im Alltag ist es noch schwieriger. Hilfestellung bieten die Behindertenverbände, die Behindertenbeauftragten der Bundesländer und die Stellen der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB). Link zur EUTB: teilhabeberatung.de
  6. Lernen Sie vor Ihrer Abreise wichtige Wörter (z.B. Rollstuhl oder blind o.ä.) in der Landessprache, damit Sie sich verständlichen machen können, falls Ihr Gegenüber die Wörter nicht auf Deutsch (oder Englisch) versteht.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Im Studio: Stephanie Aeffner, Landesbehindertenbeauftragte Baden-Württemberg