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Sendung am 28.10.2015 | 23.30 Uhr | SWR Ruf der Unsterblichkeit

Junger Dokumentarfilm 2015

Unsterblich sein, ewig leben – ein alter Menschheitstraum. Der Film »Ruf der Unsterblichkeit« von Andreas Schnögl stellt Menschen vor, für die der Tod keine Option ist. Das Sterben ist für sie so undenkbar wie für andere das ewige irdische Leben. Sie streben nach einem Leben, das heute noch Science Fiction ist, doch morgen – wer weiß – vielleicht schon Realität.

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Junger Dokumentarfilm 2015

Ruf der Unsterblichkeit

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Wissenschaftler Prof. Ben Goertzel mit Roboter Zeno.

Wissenschaftler Prof. Ben Goertzel mit Roboter Zeno.

Wissenschaftlter Prof. Klaus Sames mit Autor Andreas Schnögl bei Dreharbeiten auf dem Friedhof

Dreharbeiten im Leichenschauhaus

Wissenschaftler Prof. Klaus Sames beim russischen Kryonik-Anbieter Kriorus vor einem Kühlgerät

Wissenschaftler Prof. Klaus Sames blickt in ein offenes Grab

Wissenschaftler auf der ganzen Welt versuchen, den Tod zu besiegen. In einer Universität in Hongkong sitzt Professor Ben Goertzel: Lange Haare, Brille mit runden Gläsern und Surfer-Outfit. Er schaut einem Roboter tief in die Augen. »Ich würde gerne in diesem oder in einer zukünftigen Version meines Körpers weiter leben.
Es wäre aber auch eine interessante Alternative, wenn ich mein Ich aufgebe und in einer anderen Form weiterleben könnte. Zum Beispiel könnte ich mein Gehirn in diesen Roboter hier einpflanzen«, erklärt der Professor und tätschelt dem Roboter vorsichtig den Kopf. Transhumanisten nennen sich Menschen wie Ben Goertzel. Sie glauben an die baldige Verschmelzung von Mensch und Maschine. Ihr Ziel ist es, den Menschen zu optimieren und ihn in ein neues Zeitalter zu führen. Ein Zeitalter, das den Menschen 2.0 hervorbringt. Professor Klaus Sames aus Ulm teilt mit Ben Goertzel das Ziel der Unsterblichkeit, geht jedoch einen ganz anderen Weg. Er wird sich nach seinem Tod einfrieren lassen und hofft darauf, dass ihn eines Tages jemand auftauen wird.

Der Professor ist Kryoniker. In der Zukunft, glaubt er, wird der Mensch verjüngt und von allen Krankheiten geheilt werden können. Er liegt nach seinem Ableben im ewigen Eis, in der Hoffnung auf Wiederauferstehung. Beerdigungen werden von Kryonikern daher völlig abgelehnt. »Das ist Barbarei. Aus einer radikalen kryonischen Sicht ist es barbarisch«, erklärt Klaus Sames.
»Ruf der Unsterblichkeit« ist ein Film über den Umgang mit dem Leben und mit dem Tod, der auch Archivmaterial, Animationen und Spielfilmausschnitte enthält, die den Zuschauer mitnehmen in die lange Geschichte der Sehnsucht nach Unsterblichkeit.