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Eisenbahner, Wissenschaftler und Hobby-Forscher Video-Interviews: Das sind die Lok-Jäger

Das Team der Lokjäger besteht aus vielen Unterstützern und Helfern. Den Kern bilden dabei Horst Müller, Bernhard Forkmann, Volker Jenderny und Uwe Breitmeier.

Der Wissenschaftler

Prof. Dr. Bernhard Forkmann hat bei der Suche nach der Lok die wissenschaftliche Leitung übernommen. Durch seine Messungen konnte der Fundort der Lok bestätigt werden. „Ich bin mit großer Begeisterung dabei, weil es hier um eine Schatzsuche geht. Das kriegt man als Geophysiker nicht so häufig geboten“, sagt Forkmann. Er hat beim Institut für Geophysik und Geoinformatik an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg gearbeitet. „Die Lok konnte niemand geraubt oder weggetragen haben, sie musste irgendwo sein - die Frage war nur wo“, so Forkmann weiter. Das Wo - hoffen alle Beteiligten - ist nun endgültig geklärt.

Doch die Hoffnung hat sich zerschlagen, bei den Bergungsarbeiten vor Ort konnte keine Lok geortet werden. Bernhard Forkmann sprach sichtlich betroffen von einem „Desaster“.

Der Unermüdliche

Die Begeisterung hat schon in den Kindheitstagen begonnen, erzählt Volker Jenderny vom Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein: „Das fing schon als kleiner Junge an. Wenn wir mit der Oma oder der Mutter an einem Bahnübergang waren mussten wir warten bis eine Dampflok kam, erst dann war ich zufrieden“, sagt Jenderny. „Später habe ich mir dann vom ersten Taschengeld Lokomotiven und Weichen gekauft.“ Eine Dampflok ist für ihn wie „Physik und Technik zum Anfassen“.

Seit 1979 engagiert sich Jenderny ehrenamtlich im Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein.

Der Aufgeschlossene

Uwe Breitmeier ist 1. Vorsitzender vom Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein, es wird die Lok als Leihgabe über 25 Jahre erhalten. Das Museum war eines der wenigen die Horst Müllers Anliegen Gehör schenkten und ihm auf seinen Brief antworteten. Uwe Breitmeier wuchs in unmittelbarer Nähe zum Bahnbetriebswerk Holzminden auf. Von 1970 bis 1973 war er Heizer bei der Deutschen Bundesbahn. Der heutige Notar finanzierte damit sein Jura-Studium. „Die Faszination von Dampflokomotiven kann man nur selbst erfahren, wenn man auf einer tobenden Lok mitfährt und die ganze Atmosphäre erlebt", ist Breitmeier überzeugt.

Der Initiator und Antreiber

Der ehemalige Eisenbahner Horst Müller ist Initiator der Suche nach der Lok „Rhein“. 1962 liest er in einem Buch von der verschollen Dampflokomotive und macht es sich bereits als junger Mann zu seiner Lebensaufgabe die Lok zu finden. Als Kind wohnte er mit seiner Familie im Bahnhof von Cochem. „Wir haben ganz oben unter dem Dach gewohnt und aus dem Fenster konnte man den ganzen Bahnhof überblicken“, erzählt Horst Müller, „die vielen Dampflokomotiven waren eindrucksvoll.“