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OECD Zuzug von Arbeitsmigranten und ihren Angehörigen

Die Migration nach Deutschland verändert sich: weniger Flüchtlinge, dafür immer mehr Arbeitsmigranten. Das geht aus einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. Den Daten des International Migration Outlook 2019 zufolge ist die Zuwanderung nach Deutschland rückläufig.

Welcome-Center für ausländische Fachkräfte

Viele Städte haben Welcome-Center für ausländische Fachkräfte

2018 wurden rund 160 000 Erstanträge auf Asyl gestellt, gegenüber 2017 ein Rückgang von rund 18%.  Hingegen kamen 2017 230 000 Menschen aus Rumänien nach Deutschland. Gleichzeitig sind immer mehr Zuwanderer in Deutschland erwerbstätig. "Bei der Beschäftigungsquote hat Deutschland mit 70 Prozent Ende 2018 einen historischen Höchststand erreicht", so der Migrations-Experte der OECD, Thomas Liebig. Allerdings sei die Jobqualität bescheiden.

Trend: mehr Menschen aus dem Westbalkan

Die OECD-Experten erwarten eine Abnahme der Migration aus EU-Staaten nach Deutschland. Bisher habe diese etwa die Hälfte der Zuwanderung ausgemacht, künftig werde die Arbeitsmigration aus dem Westbalkan jene aus den mittel- und osteuropäischen Staaten ersetzen.

Familiennachzug steigt

Die Zahl der Arbeitsmigranten steig OECD-weit um sechs Prozent. Die Zahl der Angehörigen, die mitziehen, stieg um neun Prozent. Diese Familienmigranten bilden OECD-weit mit 40 Prozent anteilig die größte Migrantengruppe. Die Studie weist darauf hin, dass „jede Verzögerung beim Familiennachzug Risiken für deren Integration“ berge.

Verglichen mit den anderen OECD-Staaten bleibt Deutschland das zweitbeliebteste Einwanderungsland nach den USA. Insgesamt wanderten 2017 rund 1,5 Millionen Menschen in die Bundesrepublik ein. Allerdings verließen zugleich rund 1,1 Millionen Menschen Deutschland wieder.

Der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-operation and Development), OECD, mit Sitz in Paris, gehören 36 Staaten an. Ziel ist insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Mitgliedstaaten. Regelmäßig gibt sie Studien heraus, bekannt ist vor allem PISA zur Bildungssituation.

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