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Expertengremium Was gehört zur Integrationsfähigkeit?

Die Bundesregierung hat ein neues Expertengremium zum Thema Integrationsfähigkeit berufen. Die Wissenschaftler und Praktiker sollen bis 2020 Empfehlungen ausarbeiten.

Den Vorsitz der Fachkommission Integrationsfähigkeit, wie das Gremium genannt wird, Gremiums übernehmen die Berliner Landesabgeordnete Derya Caglar (SPD) und der Bonner Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan (CDU). Insgesamt gehören der Kommission 24 Mitglieder an, darunter der Migrationsforscher Andreas Zick und die Erziehungswissenschaftlerin Hava Engin. Die Kommission wurde von der Bundesintegrationsbeauftragten Annette Widmann-Mauz gemeinsam mit Bundesinnenministerium und Bundesarbeitsministerium vorgeschlagen.

Teilnehmer eines Integrationskurses beim Lernen

Sprache ist eine Voraussetzung für Integration

Wie kann Integration gelingen?

Ziel der Kommission sei es, die wirtschaftlichen, arbeitsmarktpolitischen, gesellschaftlichen und demografischen Rahmenbedingungen für Integration zu beschreiben und Vorschläge zu machen, wie diese verbessert werden können, so die Bundesregierung.  

Konkret geht es um Fragen wie Daseinsvorsorge oder Wertevermittlung. Die Experten sollen sowohl neu Zugewanderte wie Geflüchtete und EU-Bürger als auch bereits länger in Deutschland lebende Menschen mit Migrationshintergrund in den Blick nehmen.

Empfehlungen bis 2020

Die Empfehlungen des Gremiums können sich an die Bundesregierung, aber auch an Länder, Kommunen sowie die Zivilgesellschaft richten. Bis 2020 soll die Kommission einen Bericht mit Empfehlungen präsentieren, der dann auch dem Deutschen Bundestag vorgelegt wird.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz erklärte, die Fachkommission werde sich genau anschauen, wie Integration am besten gelingen könne. Es gehe um Strukturen, wie die ausreichende Versorgung mit Kitas und Schulen oder den Zugang zum Arbeitsmarkt, aber auch um „politische Bildung und die Frage, wie Werte unseres Zusammenlebens vermittelt werden können.“

Kritik zur Zusammensetzung

Die migrationspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Filiz Polat, kritisierte die Zusammensetzung des Gremiums. Keine der der Migrantenselbstorganisationen sitze mit am Tisch, so Polat.

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