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Erster Landespreis für Integration Vielfalt - ein selbstverständlicher Teil des Landes

Die Landesregierung hat zum ersten Mal Arbeitgeber, Initiativen, Kommunen und Vereine, die sich um die Integration verdient gemacht haben, ausgezeichnet. Preise gab es in verschiedenen Kategorien.

"Integration findet überall in Baden-Württemberg statt und hat viele Gesichter. Zahlreiche Menschen, Kommunen und Organisationen setzen sich im Land mit viel Herzblut und Leidenschaft für ein gelingendes und selbstverständliches Zusammenleben von Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte ein", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Feier in Stuttgart. Dieses Engagement habe die Landesregierung nun mit dem ersten Integrationspreis des Landes Baden-Württemberg gewürdigt.


Riesiges Engagement

"Wir wollen mit dem Preis das riesige Engagement der Zivilgesellschaft, der Kommunen, der Verwaltungen, der Verbände und auch der Unternehmen im Land würdigen. All diese Initiativen und Projekte tragen wesentlich zum Zusammenhalt der Gesellschaft bei und zeigen, dass Vielfalt ein selbstverständlicher Teil Baden-Württembergs ist", sagte Kretschmann. Es habe eine überwältigende Resonanz auf die Ausschreibung gegebenen. "Ich freue mich, dass so viele Menschen in Baden-Württemberg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg

zeigen: Integration ist bei uns im Land gelebte Praxis. Lassen Sie uns weiterhin Farbe bekennen und für Vielfalt und ein respektvolles Miteinander eintreten“, so Integrationsminister Manne Lucha.

"Integrations-Initiative"

Das Ministerium für Soziales und Integration startete auch unter dem Hashtag "#gemeinsamBW" eine Integrations-Initiative gestartet, für die das Haus zahlreiche Prominente Unterstützerinnen und Unterstützer gewinnen konnte. Teil der Initiative seien neben vielen anderen der Trainer des SC Freiburg, Christian Streich, der Stuttgarter Sternekoch Vincent Klink, der Ex-Fußballprofi und Integrationsbeauftragte des DFB, Cacau, der Tänzer und Choreograf Eric Gauthier sowie die Unternehmerin Antje von Dewitz.

Sonderpreis "Kinder und Jugend"

Manne Lucha, Sozial- und Integrationsminister Baden-Württemberg

Manne Lucha, Sozial- und Integrationsminister Baden-Württemberg

In der Kategorie Sonderpreis "Kinder und Jugend" erhielt das Psychosoziale Zentrum des diakonischen Werks Lörrach den ersten Platz. Das Zentrum setzt seit 2017 fach- und kulturspezifische Projekte im Bereich der gesundheitlichen und psychosozialen Versorgung für geflüchtete Kinder, Jugendliche und deren Familien um.

Der zweite Preis ging an Buschgirls im Jungbusch, Mannheim. Die Initiative setzt sich seit 2011 für die Stärkung von jungen Menschen, insbesondere mit bulgarischem
und rumänischem Migrationshintergrund. Der dritte Kreis ging an das Leben in Vielfalt im evangelischen Waldheim Tannenberg in Böblingen. Das Projekt betreut Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren. Hierzu gehören auch geflüchtete Kinder.

Der Landespreis für Integration wird in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen. Bewerben konnten sich Einzelpersonen, Vereine, Unternehmen, Initiativen, Kommunen, Schulen und Verbände, die sich in besonderer Weise für Integration und Zusammenhalt in Baden-Württemberg einsetzen. Es sind insgesamt 380 Bewerbungen eingegangen. In allen vier Kategorien werden ein erster, zweiter und ein dritter Platz sowie Anerkennungspreise vergeben.

Kategorie "Zivilgesellschaft"

In dieser Kategorie erhielt Cook Your Future in Heidelberg den ersten Platz. Die Initiative setzt sich für die Integration und Ausbildung junger Geflüchteter zwischen 18 und 35 Jahren im Bereich des Hotel- und Gaststättengewerbes ein. Der zweite Platz ging in dieser Kategorie an Fußballjugend FSV Schwenningen. Der Sportverein nimmt seit 2008 gezielt geflüchtete Kinder in seiner Jugendabteilung auf. Den dritten Platz erhielt die Projektgruppe Traumanetzwerk im Landkreis Calw, StadtLandKultur e.V. Die Projektgruppe kümmert sich um eine große Anzahl traumatisierter Geflüchteter im Landkreis Calw.

Kategorie "Unternehmen und Verbände"

Integrationspreis Unternehmen

Amr Rasouk und Kubrom Tewelde, Café Morlock bietet Ausbildungsplätze für Flüchtlinge

Den ersten Platz erhielt Café Morlock der Werkstätten Esslingen Kirchheim gGmbH, Plochingen. Das Café Morlock ist eine traditionelle Konditorei mit Café, eröffnet im Jahre 1959. Heute arbeiten 40 Mitarbeiterinnen mit und ohne Behinderung sowie Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zusammen. Menschen mit Migrationshintergrund, insbesondere Geflüchtete, werden seit 2015 als Konditoren oder als Auszubildende eingestellt und lokale Spezialitäten aus deren Herkunftsländern ausprobiert und ins Sortiment aufgenommen.

Mit dem zweiten Platz wurde die Firma Niemann und Hesselschwerdt GmbH, Bad Rappenau ausgezeichnet. Das Unternehmen beschäftigt gezielt Migrantinnen und Migranten und unterstützt diese im Ort bei der Integration. Der dritte Preis ging an das Buddy Projekt, Young Caritas Mannheim. Das Projekt verbindet mehrere Elemente der Integrationsarbeit um jungen Geflüchteten das alltägliche Leben in Mannheim altersentsprechend zu vermitteln.

Kategorie "Kommunen und Verwaltungen"

In dieser Kategorie wurde die Integration in der Stadt Ravensburg mit dem ersten Preis aus gezeichnet. Bereits seit den 1970er Jahren engagiert sich die Stadt für Menschen mit Migrationsgeschichte. Integration wird als Querschnittsaufgabe verstanden. Den zweiten Platz erhielt das Job-Mentorenprogramm des Landkreises Reutlingen. Es ist ein Projekt zur Integration von Geflüchteten in den deutschen Arbeitsmarkt. Das Frauensprachcafé im KARO Familienzentrum, Waiblingen wurde mit dem dritten Preis ausgezeichnet.

Das Land Baden-Württemberg hat auch in den jeweiligen Kategorien mit Spezial- und Anerkennungspreisen weitere Projekte und Engagements gewürdigt.

Für den ersten Platz wird jeweils ein Preisgeld von 4.000 Euro vergeben, für den zweiten Platz 2.000 Euro und für den 3. Platz 1.000 Euro. Beim Sonderpreis "Kinder und Jugend" gibt es Preisgelder in Höhe von 3.000 Euro, 2000 Euro bzw. 1.000 Euro.