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SWR AKTUELL MONDIAL

Internationale Woche gegen Rassismus
Der Platz im Bus neben ihnen bleibt häufig leer, der Friseur sagt, solche krausen Haare könne er nicht schneiden und den Rhythmus haben sie angeblich auch alle im Blut: Schwarze Menschen in Deutschland sind tagtäglich mit rassistischen Vorurteilen und Klischees konfrontiert. Anlässlich der internationalen Woche gegen Rassismus, die am Montag begonnen haben, erzählen Betroffene wie sie im Alltag Rassismus erleben.

Neue Afrika-Ausstellung im Linden -Museum
Fremde Kulturen lernt man nicht nur auf Reisen kennen. Auch in Völkerkundemuseen bekommt man gute Einblicke in andere Kulturen und Religionen. Allerdings sind deren Sammlungen in der Kolonialzeit entstanden. Entsprechend wurden die Objekte so präsentiert wie die Europäer – erst die Kolonialherren, dann die Ethnologen – es für richtig hielten. Diese einseitige Sicht versuchen jetzt immer mehr Völkerkundemuseen zu korrigieren und den Blickwinkel der Herkunftsländer einzubeziehen. So auch das Stuttgarter Lindenmuseum, das seine Afrikaabteilung neu konzipiert hat. An der Gestaltung waren zahlreiche AfrikanerInnen beteiligt.

Baden- Württemberg will zehn menschliche Schädel an Australien zurückgeben
In Baden-Württemberg gibt es in den Sammlungen der Universitäten und Museen nicht nur zahlreiche Exponate aus Afrika – auch Schädel aus Australien sind darunter. Sie sind wohl im 19. Jahrhundert für Forschungszwecke hierher gekommen, nachdem sie in Australien aus Gräbern der Ureinwohner geraubt worden waren.  Sie sollen nun zurückgegeben werden.

Optimistisch, realistisch, charmant: Der deutsche Botschafter in Athen
Fingerspitzengefühl gehört für sie zu den Grundlagen ihres Berufs. Die Rede ist von den Botschaftern. Die Diplomaten sind die direkten Vertreter des Bundespräsidenten in ihren jeweiligen Ländern. Wenn es mit dem Gastland Schwierigkeiten gibt, sind sie oft die Ersten, die den Kopf hinhalten oder Wogen glätten müssen. Jens Plötner tut das als deutscher Botschafter in Athen seit 2017. Bankenkrise, Flüchtlingsfrage, Reparationen für Kriegsverbrechen – Er weiß auf all diese schwierigen Fragen eine diplomatische Antwort.

Syrien Geberkonferenz
Stromleitungen, Straßen, Wasserversorgung - in Syrien ist nach acht Jahren Krieg die komplette Infrastruktur zerstört. Über 11 Millionen Menschen sind im Land auf die Unterstützung durch Hilfsorganisationen angewiesen. Wie kann Ihnen am besten geholfen werden? Darüber beraten diese Woche in Brüssel die Europäische Union und die Vereinten Nationen. Konferenz zur Unterstützung der Zukunft Syriens heißt das Treffen und es geht um nichts weniger als um den Wiederaufbau des zerstörten Landes. Welche Möglichkeiten es dafür gibt, aber auch welche Schwierigkeiten schildert Bente Scheller, sie leitet das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Beirut. Kann sie denn wieder nach Damaskus reisen? Es ist ja nur ein Katzensprung von Beirut entfernt.

Der Soundtrack der Integration – Ausstellung über Musikmigration in Paris und London
Einwanderer bringen nicht nur ihre Sprache, ihre Bräuchte und ihre eigene Kulinarik mit in ihre neue Heimat. Auch mit ihrer Musik beeinflussen und prägen sie ihre neue Heimat. Paris und London sind zwei solch Musikmetropolen, die maßgeblich durch ihre Einwanderer geprägt wurden. In den 1960er Jahren kamen vielen Menschen aus den ehemaligen Kolonien und Überseegebieten und brachten ihre Musik mit: Ska oder Reggae in London, nordafrikanischen Rai oder Afro-Beat in Paris. Das Museum für Migrationsgeschichte in Paris widmet dem Einfluss der Musik der Einwanderer auf Paris und London nun eine Ausstellung.