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SWR AKTUELL MONDIAL 23.01.2019

Maßnahmen gegen den neuen Judenhass – Gespräch mit dem Antisemitismusbeauftragten des Landes Baden-Württemberg Michael Blume
Dieser Sonntag (27.01.19) ist der internationale Gedenktag an die Opfer des Holocaust. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die Insassen der Vernichtungslager von Auschwitz.  Heute, mehr als 70 Jahre später sollte Antisemitismus in Deutschland eigentlich kein Problem mehr darstellen. Doch er ist präsenter denn je, nur in anderer Erscheinungsform. Und über die Gefahren dieses neuen Antisemitismus und was man dagegen tun kann, haben wir mit Michael Blume gesprochen - er wurde vor knapp einem Jahr vom Land Baden-Württemberg zum Beauftragten gegen Antisemitismus berufen, eine Position, die in verschiedenen Bundesländern neu eingeführt wurde.

Nach den Bootsunglücken im Mittelmeer - Wer trägt die Verantwortung? - Kommentar von Lisa Weiß
Ende vergangener Woche ist es im Mittelmeer erneut zu einer humanitären Katastrophe gekommen. Bei zwei Bootsunglücken starben wahrscheinlich mehr als 170 Menschen. Ein Boot kenterte vor der spanischen Küste, ein weiteres sank zwischen Libyen und Italien. Bei dem zweiten Unglück überlebten drei Migranten. Sie berichteten wie ihr Schlauchboot nach mehreren Stunden Fahrt plötzlich die Luft verlor und sank. Zusammen mit mehr als hundert weiteren Personen an Bord, die jetzt als vermisst gelten - darunter auch Frauen und kleine Kinder. Die Unglücke haben in Italien die Debatte über die Migration übers Mittelmeer wieder angefacht. Seit die populistische Regierung in Italien die Häfen des Landes für Migranten weitgehend geschlossen hat, kommen immer weniger Migranten an. Ein Kommentar von unserer Korrespondentin Lisa Weiß in Rom.

Vater und Mutter in einem - Erfahrungen eines syrischen Flüchtlingsbetreuers
Wer es bis zu uns geschafft hat, der muss mit weiteren Problemen kämpfen. Selbst mit einer guten Unterbringung und einem Platz in einem Deutschkurs ist es noch nicht getan. Denn die Geflüchteten müssen eine Arbeit finden und mit Verlust und Trauer umgehen. Besonders schwer ist es für unbegleitete minderjährige Migranten. Mit was für Schwierigkeiten sie zu kämpfen haben, das weiß Raif Nahas. Der 31-jährige Arzt ist 2015 ebenfalls aus Syrien nach Deutschland gekommen und engagiert sich inzwischen ehrenamtlich als Flüchtlingshelfer.

Verschwundene Flüchtlingskinder – Neue Studie alarmiert Experten
Junge unbegleitete Migranten fühlen sich oft alleine gelassen und es ist kein Wunder, dass nach wie vor viele von ihnen plötzlich untertauchen. Denn das Problem existiert nach wie vor. Das zeigt eine Umfrage des Bundesfachverbandes für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Aktuell werden etwa 3200 minderjährige Migranten vermisst.

Oh wie schön ist Panama - Junge deutsche Pilger beim Weltjugendtag
Noch bis einschließlich Sonntag findet in Panama der Weltjugendtag der katholischen Kirche statt. Er gehört zu den größten Jugendveranstaltungen weltweit. Auch dieses Mal sind wieder über 200.000 Teilnehmer aus 155 Ländern angereist. Für die jungen Pilger ist es ein intensives Gemeinschaftserlebnis. Untergebracht sind sie meistens bei Familien, wo sie auch mit Armut und Ungleichheit des Landes konfrontiert werden. Ein Bericht über die Erfahrungen deutscher Pilger in Panama: