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SWR AKTUELL MONDIAL 13.02.2019

Neue Studie der Bertelmanns-Stiftung - Deutschland braucht Fachkräfte
Das Bundeskabinett hat im vergangenen Dezember das Fachkräftezuwanderungsgesetz beschlossen. Damit will die Regierung den Fachkräftemangel beheben. Mit dem Gesetz, das noch den Bundestag und Bundesrat passieren muss, will die Regierung unter anderem die Hürden für die Einwanderung von qualifizierten Arbeitnehmern aus den Nicht-EU-Staaten senken.  Als wichtigste Ursache für den Bedarf gilt der demografische Wandel:  Die Deutschen werden immer älter und bekommen weniger Kinder. Außerdem schläft die Konkurrenz nicht. Andere europäische Industrieländer buhlen längst um die Gunst der qualifizierten Fachkräfte. Doch wie viele sollen denn ins Land kommen?
Die renommierte Bertelsmann-Stiftung hat diese Woche eine neue Studie vorgelegt und eine langfristige Berechnung bis zum Jahr 2060 erstellt. 

Fachkräftemangel im Gastgewerbe - Azubis aus Indonesien in Rheinland-Pfalz
Angesichts der demografischen Entwicklung ist die Sicherung des Fachkräftebedarfs eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte für alle Akteure aus Politik, Wirtschaft und auch Wissenschaft.
Fachkräftemangel gibt es nicht nur im akademischen Bereich. Auch in der Pflege oder im Handwerk wird händeringend gesucht.  Auch die Gastronomie und Hotellerie Branche hält Ausschau nach Personal zum Beispiel in Rheinland-Pfalz. Unter den Gastronomen, die Mitarbeiter suchen, ist auch Marcus Reis aus Zeltingen-Rachtig an der malerischen Mosel. Im staatlich anerkannten Erholungsort hat er ein Hotel. Auf dem deutschen Arbeitsmarkt blieb er mit seiner Suche bisher erfolglos. Deswegen ging er neue Wege und suchte Mitarbeiter für sein Hotel im Ausland, genauer gesagt in Indonesien:

Islamistische Bestrebungen - Einzige muslimische Kita in Rheinland-Pfalz muss schließen
In Mainz gibt es den einzigen muslimischen Kindergarten in Rheinland-Pfalz. Noch - muss man wohl sagen. Das Land hat diese Woche dem Träger die Betriebserlaubnis entzogen. Der Grund: Der Kita-Träger, der Mainzer Moscheeverein Arab Nil Rhein, vertrete Inhalte der islamistischen Muslimbruderschaft und des Salafismus und stehe damit nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes, teilte der Präsident des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung, Detlef Placzek, mit. Es gebe starke Zweifel an der Zuverlässigkeit. Ende März muss die Einrichtung schließen. Der Vorsitzende des Moscheevereins, Samy El Hagrasy, weist jede Kritik von sich:

Aus für Al-Nur-Kita in Rheinland-Pfalz: „Konsequent und richtig“ (Kommentar von Ulrich Pick)
Seit längerem gab es Kritik am Trägerverein, dass er Inhalte von Islamisten vertrete und nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes stehe, so das Landesjugendamt. Über das Aus der Al-Nur-Kita - Ein Kommentar von Ulrich Pick:

Werkstattgespräche der CDU – Welche Flüchtlingspolitik wird angepeilt?
Die CDU musste diese Woche in die Werkstatt – über drei Jahre hatte der Streit um die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Merkel für ordentlich Sand im parteiinternen Getriebe gesorgt. Fast zeitgleich mit dem CDU- Werkstattgespräch, kam das Buch "Regieren. Innenansichten der Politik" von Thomas de Maizière auf den Markt. Der ehemalige CDU- Bundesinnenminister beschreibt darin den Regierungsbetrieb in Berlin. Das Buch ist zugleich ein Plädoyer für "Gutes Regieren" UND:  der ehemalige Innenminister rechtfertigt, warum er am 13.September 2015 die Grenzen zu Österreich nicht geschlossen und Flüchtlinge zurückgewiesen hat. – gegenüber dem SWR sagte de Maizière

Im CDU-Werkstattgespräch Migration, Sicherheit, Integration, zu dem die neue CDU-Chefmechanikerin Annegret Kramp-Karrenbauer nach Berlin geladen hatte, ging es eben um die Flüchtlingspolitik ab 2015. Die Christdemokraten wollten, sagen wir mal, aufarbeiten und nachjustieren:

Das „schleichende Gift“ – Zahl antisemitischer Übergriffe in Frankreich stark gestiegen
Ob auf der Straße oder in den sozialen Netzwerken, ob Hakenkreuzschmierereien oder Schändung von Friedhöfen:  Die Zahl der antisemitischen Straftaten in Deutschland hat 2018 im Vergleich zum Vorjahr um knapp zehn Prozent zugenommen. Gewalttaten von Antisemiten stiegen von 37 Fällen im Jahr 2017 auf über 60 im vergangenen Jahr, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht.
Auch in Frankreich hat es 2018 deutlich mehr antisemitische Vorfälle gegeben als zuvor. Insgesamt ist die Zahl der judenfeindlichen Übergriffe 2018 in Frankreich um fast 75 Prozent angestiegen, so das französische Innenministerium.

Qualifiziert als Mieter: Ein Kurs für Flüchtlinge
Es gibt mittlerweile viele Kurse für Flüchtlinge – allen voran Sprach - und Integrationskurse. Da erfahren Geflüchtete auch einiges über das Alltagsleben und die Bräuche.  Der Migrationsdienst im Landkreis Waldshut bietet seit neuestem auch Kurse zum Thema Miete an. Denn: viele Geflüchtete würden gerne in ihren eigenen vier Wänden wohnen. Im Landkreis Waldshut beispielsweise sucht mehr als die Hälfte der Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis nach einer Wohnung.  Im Kurs können sich die Flüchtlinge als Mieter qualifizieren lassen.