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SWR AKTUELL MONDIAL 06.03.2019

Internationaler Frauentag - Häusliche Gewalt in Migrantenfamilien
Am 8. März ist Internationaler Frauentag – und die Kluft zwischen Frauen und Männer in Deutschland wird kaum geringer. Ganz im Gegenteil. Der Frauenanteil in Parlamenten hat abgenommen, es gibt noch immer Lücken zu schließen bei Gehältern und Chancen auf Führungspositionen und beim Putzen und Waschen herrscht noch längst keine Gleichberechtigung. Doch richtig erschreckend sind die Zahlen, wenn es um häusliche Gewalt geht. Jede vierte Frau hat mindestens einmal in ihrem Leben Partnerschaftsgewalt erlebt. Das Problem geht durch alle gesellschaftlichen Schichten und alle ethnischen Hintergründe. Ein Gespräch mit Professor Jan Ilhan Kizilhan, Direktor der transkulturellen Gesundheitsforschung in Baden-Württemberg. Gemeinsam mit der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz hat er einen Ratgeber zu Gewaltprävention für Migranten herausgebracht. Warum ist der speziell an diese Gruppe gerichtete Ratgeber notwendig?

Demos gegen das Patriarchat - Vorbereitungen für den Weltfrauentag in der Türkei
Weltweit werden am 8. März viele Frauen auf die Straße gehen, um für ihre Rechte zu kämpfen. In der Türkei finden zwar so gut wie keine Großdemonstrationen mehr statt, doch für den Internationalen Frauentag macht ein kleines Organisationsteam mobil. Sie hatten auch letztes Jahr, trotz Ausnahmezustand, viele Frauen für eine Demo im Zentrum Istanbuls zusammengetrommelt. Jetzt ist der Ausnahmezustand aufgehoben und die Veranstalterinnen rechnen mit noch mehr Teilnehmern in diesem Jahr.
                                                                  
Die letzten Deutschen von Kars
Die Stadt Kars liegt ganz im Osten der Türkei an der Grenze zu Armenien. Die auf 1800 Meter Höhe gelegen Stadt gilt als klimatisch rau mit langen kalten Wintern, kurzen Sommern und einer Jahresdurchschnittstemperatur von fünf Grad. Doch nicht nur das Klima ist rau, auch die Lebensbedingungen für die letzte deutschstämmige Familie dort. Ende des 19. Jahrhunderts wurden rund 60 deutschstämmige Familien von Estland nach Kars umgesiedelt. Die meisten sind ausgewandert – nach Deutschland oder ins Baltikum. Nun überlegen auch sie, Kars zu verlassen. Aus wirtschaftlichen aber auch aus religiösen Gründen.

Toleranz im Oman – Landesbischof July aus Württemberg besucht die Christengemeinde im Oman
In dem Sultanat auf der Arabischen Halbinsel leben rund 85 Prozent Muslime. Der württembergische Landesbischof Frank Otfried July besuchte fünf Tage das islamische Land, das für den toleranten Umgang mit religiösen Minderheiten bekannt ist. Auch die Württembergische Landeskirche pflegt gute Beziehungen zum Sultanat und kooperiert sogar mit dem örtlichen Scharia-Institut. Die christliche Gemeinde im Oman ist eine bunte Gemeinschaft.

Muslime, Majestäten, Milliardenraub – ein Porträt des ITB-Partnerlandes Malaysia
Farbenfrohe Tempel, sommerliche Temperaturen und schier endlose Traumstrände – dafür ist Malaysia bekannt. Weniger bekannt ist, wie das Land mit schwulen und lesbischen Menschen umgeht. Homosexualität ist strafbar, im September wurde erstmals ein lesbisches Paar zu einer Folterstrafe verurteilt. Es ist nicht das einzige Problem in Sachen Menschenrechte: So hat sich Malaysias Premierminister immer wieder antisemitisch geäußert. Von Korruption und Umweltskandalen ganz zu schweigen. Trotzdem ist Malaysia offizielles Partnerland der ITB, Internationalen Tourismus-Börse Berlin, der größten Reisemesse der Welt.