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SWR AKTUELL MONDIAL 25.04.2018

Textilindustrie in Bangladesh fünf Jahre nach "Rana Plaza" Einsturz; Vorgezogene Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in der Türkei; Kritik von Natalie Portman Netanjahu trifft in Israel einen Nerv; Tunesien: Gesangsunterricht für Muezzine

Aus Schaden gelernt?  – Die Textilindustrie in Bangladesh fünf Jahre nach dem Einsturz der Fabrik Rana Plaza
Am Dienstag vor genau fünf Jahren, am 24. April 2013, stürzte in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, das Rana Plaza Gebäude ein, in dem zahlreiche Textilfabriken untergebracht waren. Hierbei starben mehr als 1100 Menschen. Das Desaster löste eine heftige Debatte über die prekären Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie aus, und westliche Konzerne gründeten Bündnisse, um die Sicherheit in den Fabriken überprüfen zu lassen. Doch hat dies wirklich etwas geholfen?

Erdogan am Drücker – Vorgezogene Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in der Türkei
Recep Tayyip Erdogan lässt nicht locker. Der türkische Staatspräsident hat vor wenigen Tagen vorgezogene Präsidentschafts- und Parlamentswahlen für den 24. Juni angekündigt. Dies ist ein Paukenschlag. Denn eigentlich hatte er dieses Szenario bis dato immer abgetan.  Seine Gegner hat der machtbesessene Politiker mit diesem Schritt kalt erwischt. Denn sie müssen sich jetzt auf einen Wahlkampf im Sprintmodus einstellen.

Was bedeuten die Wahlen in der Türkei für Deutschland und seine türkische Community
Der Urnengang in der Türkei hat auch Auswirkungen auf Deutschland – vielmehr seine türkische Community. Darüber sprechen im Beitrag Ulrich Pick und Utku Pazarkaya aus der SWR-Redaktion „Religion, Migration und Gesellschaft“:

Ein Megastar spaltet sein Heimatland – Die Kritik von Natalie Portman an Präsident Netanjahu trifft in Israel einen Nerv
Jahrzehntelang war sie der Stolz von ganz Israel: Natalie Portman -   Hollywood-Schauspielerin, US-Megastar und gebürtige Israelin. Doch seit sie verkündete, aus politischen Gründen nicht zu einer Preisverleihung in ihr Geburtsland zu kommen, liegen bei manchen israelischen Politikern die Nerven blank. Einer forderte gar, Portman solle die israelische Staatsbürgerschaft entzogen werden. Über ein Land, seine Vorzeigeikone und die Spannungen zwischen beiden:

Gesangsunterricht für Muezzine – Tunesiens Gebetsausrufer bekommen Nachhilfe
Wie in den meisten islamischen Ländern rufen auch in Tunesien die Muezzine fünfmal pro Tag zum Gebet. Allerdings klingen die Gebetsausrufer keineswegs immer so, dass die Gläubigen magisch angezogen werden. Denn was da elektronisch verstärkt vom Minarett der Moschee erschallt, klingt oft weder melodiös noch einladend. Deshalb bekommen die ersten Muezzine jetzt Nachhilfeunterricht im Staatlichen Musikinstitut in Tunis.