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Sonntag 22.50 Uhr Friedenskämpfer

Tübinger Ärztin unterstützt Nobelpreisträger im Kongo

Nobelpreisträger Denis Mukwege und Missionsärztin Gisela Schneider auf einem Podium in Tübingen

Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege und Missionsärztin Gisela Schneider auf einem Podium in Tübingen


Seit vielen Jahren unterstützt Gisela Schneider den Kampf des Friedensnobel-preisträgers gegen sexualisierte Gewalt im Kongo. Sie verbindet eine jahrelange Freundschaft und ein tiefer Glaube an Gott. Die Tübingerin leitet das Deutsche Institut für Ärztliche Mission (Difäm) und lädt Denis Mukwege immer wieder nach Deutschland ein, um Vorträge über die Situation im Kongo zu halten. Sie sieht das Engagement des überzeugten tiefgläubigen Christen Mukwege als Friedensarbeit, der bereits zehntausende Frauen und Mädchen in seinem Hospital Panzi operiert und gerettet hat.  

Neun Monate nach der Preisverleihung reisen wir mit der Tübinger Missionsärztin Gisela Schneider in den Kongo und wollen wissen, was der Friedensnobelpreis dort verändern kann. Nach der ersten Euphorie stellt sich Ernüchterung ein. Denn trotz internationaler Aufmerksamkeit ist kein Frieden in Sicht. Im Gegenteil. Die Konflikte breiten sich im Nordosten des an Bodenschätzen reichen Landes immer weiter aus. Bewaffnete Gruppen terrorisieren die Bevölkerung, brennen die Häuser nieder und üben brutale Gewalt gegen Frauen und Kinder aus.

Wir begleiten Gisela Schneider zu Flüchtlingen, die von jeder Gesundheitsversorgung abgeschnitten sind und seit Wochen ohne Hilfe leben. Mit ihrer kongolesischen Partnerorganisation versorgt sie die Kranken mit dem Nötigsten und versucht ein Krankenversicherungssystem aufzubauen. So haben auch die Ärmsten eine Chance auf medizinische Betreuung. Die Missionsärztin organisiert rund 200 christliche Gesundheitsstationen. Dort arbeiten junge Ärzte, die von Denis Mukwege und Gisela Schneider ausgebildet wurden, um den brutal misshandelten Frauen und Kindern wieder ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

Doch im krisengeschüttelten Kongo ist der Kampf für Frieden eine lebensgefährliche Aufgabe. Nobelpreisträger Denis Mukwege hat diesen Einsatz mit seiner Freiheit bezahlt. Er arbeitet bis zur Erschöpfung und wird rund um die Uhr überwacht. Und Gisela Schneider? Sie hat die Hoffnung noch nicht verloren und unterstützt den Friedenskämpfer unermüdlich. 

Friedenskämpfer
Tübinger Ärztin unterstützt Nobelpreisträger im Kongo
Ein Film von Susanne Babila
08.12.2019, 22:50 Uhr, SWR Fernsehen