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Redensarten rund um die Liebe aus Sicht der Wissenschaft Hormone im Blut, Schmetterlinge im Bauch

Zum Valentinstag säuseln sich so manche Frischverschossene den einen oder anderen Liebesschwur ins Ohr. Aber macht Liebe wirklich blind und kann man von Luft und Liebe leben? Was ist dran an diesen Redensarten?

Zwei bunte Vögel nagen an einer Rose

Gleich und Gleich gesellt sich gerne. Was ist dran an diesem Spruch?

Das Kribbeln im Bauch – wissenschaftlich gesehen sind die Schmetterlinge nichts anderes als Hormone! Bei Verliebten wirkt ein ganzer Hormon-Cocktail und erzeugt den flauen Magen und das Kribbeln.

Partner müssen sich riechen können

Wichtig für die Liebe ist, dass man sich gut riechen kann, sagt eine Redensart - und zwar buchstäblich. Dabei geht es laut der Wissenschaft um eine ernste Sache, die Immun-Gene. Je besser sich der Gen-Mix von Mutter und Vater ergänzt, desto besser ist der Nachwuchs gegen Krankheitserreger gewappnet. Das Immunsystem beeinflusst den Körpergeruch. Tests zufolge reicht schon der Geruch eines getragenen T-Shirts aus, damit man einen Partner mit den ergänzenden Immun-Genen auswählt. 

Je ähnlicher, desto besser

Und was ist mit der Redensart "Gegensätze ziehen sich an"? Eine andere sagt ja quasi das Gegenteil: "Gleich und gleich gesellt sich gern". Der Psychologe Roland Deutsch von der Uni Würzburg sagt, gerade bei Langzeit-Beziehungen ähneln sich die Partner nachweislich häufig. Das sei für das Zusammenleben wichtig. Ein introvertierter Mensch hat es schwer mit einem sehr Extrovertierten, eine Nachteule schwer mit einem Frühaufsteher.

Zwei männliche und weibliche nackte Beine

Liebe ist immer auch eine Sache der Hormone.

Das "Gleich und Gleich sich gern gesellt", gilt auch für den sozioökonomischen Status, also Einkommen und Bildung. Außerdem finden meistens die Menschen zusammen, die auch ähnlich schön sind. Also die Schönsten mit den Schönsten, die Zweitschönsten mit den Zweitschönsten.

Liebe schlägt auf den Magen

Frisch Verliebte können allein von Luft und Liebe leben, sagt man. Wissenschaftler vermuten hinter diesem Phänomen den Stoff "Phenylethylamin". Der werde bei Verliebten reichlich gebildet und schlägt auf den Appetit. Abnehmen mit Liebe. Ein Grund mehr nach der Liebe Ausschau zu halten.

Die rosarote Brille

Aber Vorsicht: Liebe macht bekanntlich blind. Der Botenstoff, der im Gehirn das Gefühl von Verliebtheit entstehen lässt, sei Dopamin. Thomas Loew, Leiter der Abteilung für Psychosomatik an der Uni-Klinik Regensburg vergleicht die Wirkung mit einer wahnhaften Störung. Verliebte sind also im Zweifel blind für etwaige Fehler des Geliebten oder der Geliebten.