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Neue Studie Max versus Murat

Grundschulkinder mit türkischer Einwanderungsgeschichte erhalten bei gleicher Leistung schlechtere Noten im Diktat. Das hat eine Studie des Lehrstuhls für Pädagogische Psychologie der Uni Mannheim gezeigt.

Kinder gehen zur Schule

Max versus Murat

Die Wissenschaftler konnten nachweisen, dass für die angehenden Lehrer der Name der Schüler ausschlaggebend war für die unterschiedliche Benotung.  Für die Studie mussten insgesamt 204 Studierende einer Pädagogischen Hochschule Diktate beurteilen. Die eine Hälfte musste ein Diktat von Max, die andere ein identisches Diktat von Murat benoten. Die Anzahl der gefundenen Fehler war dabei gleich, unabhängig davon, ob das Kind vermeintlich deutsch oder türkisch war.

Allerdings leiteten die Beurteiler aus der gleichen Anzahl von Fehlern unterschiedliche Noten ab – zum Nachteil der vermeintlich türkischen Schüler. Die Studie liefere neue Ansätze für die Ausbildung der Lehrkräfte, so die Forschungsgruppenleiterin.