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Flucht Mittelmeer-Route immer gefährlicher

Die Route über das Mittelmeer ist eine der gefährlichsten für Flüchtlinge. Jeder 45. Mensch ertrinkt, so das UNHCR.

Das Risiko, bei einer Flucht über das Mittelmeer zu ertrinken, ist nach Angaben von UNHCR, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, in den letzten Jahren gestiegen. So sei im Jahr 2015 jeder 269. Mensch bei der Überfahrt gestorben, 2016 jeder 71. und in diesem Jahr jeder 45. Blickt man nur auf den Teil der Route von Libyen nach Europa, ertrinkt dort sogar jeder 15. Mensch.

Seit 2015 starben 14.867 Frauen, Männer und Kinder bei der Fahrt über das Mittelmeer, erklärte der UNHCR-Repräsentant für Deutschland Dominik Bartsch in einem Interview. Von Januar bis Juni 2019 starben fast 600 Menschen.

Damit bleibt nach Angaben des UNHCR die Mittelmeerroute die gefährlichste Route. Denn auch wenn insgesamt die Zahl der Menschen, die über diese Route kommen, sinkt – und damit auch die absolute Zahl der Toten, so steige das Risiko, zu ertrinken.

Während 2015 über eine Million Menschen über das Mittelmeer nach Europa kamen, waren es 2017 rund 172 000 und 2018 etwa 117 000, gab das UNHCR Anfang des Jahres in seiner Bilanz für das Jahr 2018.

Laut UNHCR ist einer der Gründe für die steigende Zahl der Toten die zurückgefahrene Seenotrettung.

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