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Menschen unter uns Verdrängt, vertuscht, verteufelt

Frauen gegen Missbrauch in ihrer Kirche

Papst Franziskus berät sich in Rom mit Bischöfen aus aller Welt über den Missbrauch in der katholischen Kirche. Die Erwartungen an sie sind hoch. Reden ist wichtig, aber wird das reichen?

„Nein!“, sagt Jutta Lehnert, Pastoralreferentin in Koblenz, „es geht nur um Machterhalt, nicht wirklich um Aufklärung und Zuwendung.“ Ehrenamtlich betreut sie Missbrauchsopfer, „weil ja sonst niemand mit ihnen redet.“

Die Theologin will eine Erneuerung von unten, weg von der patriarchalen Papstkirche hin zu einer Volkskirche, in der mehr Frauen das Sagen haben.

Auch Doris Reisinger hat Theologie studiert. Als Ordensfrau fühlte sie sich geistig entmündigt. Und sie wurde von einem Priester vergewaltigt. „Nein sagen ist innerhalb der Kirche sehr schwer, weil Priester auf einen Sockel gestellt werden.“ Nur öffentlicher Druck werde etwas ändern. Und den baut sie auf, schreibt Bücher, hält Vorträge, gibt Interviews.

Der Film zeigt zwei streitbaren Frauen bei ihrem Kampf für eine andere, bessere Kirche.

Menschen unter uns
Verdrängt, vertuscht, verteufelt
Frauen gegen Missbrauch in ihrer Kirche
Ein Film von Florian von Stetten (WDR)
Sonntag, 07.07.2019, 07:00 Uhr, SWR Fernsehen