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Internationale Osterbräuche Andere Länder - andere Sitten

Ostereier suchen, Schokohasen, Ostermessen - so feiern wir hierzulande Ostern. Doch wie wird im Ausland Ostern gefeiert? Hier eine kleine Auswahl an internationalen Osterbräuchen.

Polen

Am Ostermontag heißt es in verschiedenen Regionen Polens - aufgepasst!!! - denn es könnte nass werden. Am "Tag des Wassergießens" werden Vorbeikommende kalt geduscht. Diese soll nicht nur erfrischen, sondern auch Glück bringen.

Spanien

Typisch für Spanien sind die Prozessionen aus Andalusien. Die Katholiken tragen dabei Heiligenfiguren aus Holz durch die Straßen. Gekleidet sind sie mit langen Kutten und Spitzhauben. Die Spanier begleiten sozusagen Jesus Christus auf seinem Leidensweg zur Kreuzigung. Während der Prozessionen singen die Gläubigen die "Saeta". Sie ist ein mit dem Flamenco verwandter Bittgesang.

Italien

Landesweit gibt es auch in Italien Osterprozessionen. Diese Tradition wird in manchen deutschen Städten von den hier lebenden Italienern auch heute noch gepflegt.
An den Osterfeiertagen lässt sich bei den Italiener zwar der Osterhase nicht blicken, aber Ostereier gibt es dort auch. Die werden allerdings nicht versteckt - man nimmt sie mit zum Marktplatz. Dort trifft man sich, um mit den Eiern zu spielen. Dabei geht es darum, die Eier der Gegenspieler kaputt zu machen. Einige Spezialitäten der Osterzeit sind süßes Gebäck in Form einer Taube und herzhafte, mit Gemüse und Ei gefüllte Kuchen.

Skandinavien

Einen gewissen Unterhaltungseffekt haben Ostertraditionen auch in Finnland, vor allem für die Kinder. Sie laufen als Hexen verkleidet von Haus zu Haus und sammeln für ihre Sprüche Süßigkeiten ein. In Schweden bringen Osterküken den Kindern Süßigkeiten.

Bulgarien

Fünf rote Eier in zwei Händen

In Bulgarien und Griechenland werden die Ostereier rot gefärbt

Auch in Osteuropa spielen Ostereier eine Rolle. In Bulgarien zum Beispiel hat das Färben der Eier große Tradition. Das erste Ei ist immer rot, ein Symbol für das Blut Jesu. Mit dieser Farbe wird ein Kreuz auf die Stirn der Kinder gemalt. Das bringt Glück.

Tschechien

In Tschechien müssen sich die Männer ihre Ostereier erst einmal verdienen: hier ist es die männliche Spezies, die am Ostermontag von Tür zu Tür wandert und Ostergedichte vorträgt. Mit dabei ist eine mit farbigen Bändchen verzierte Rute, mit der der Dame des Hauses symbolisch auf den Po gehauen wird - dafür gibt es dann bunte Eier und ein Schnäpschen.

Kroatien

In Kroatien gehört zum Ostersonntag das Osterbrot. Das wird am Vortag gebacken und mit Eiern garniert. Am Ostersamstag wird das Brot mit in die Kirche genommen und gesegnet. Am Ostersonntag essen es die Kroaten mit Schinken, Käse und Kräuterquark zum Frühstück.

Südamerika

In vielen südamerikanischen Ländern gehen die Menschen am Gründonnerstag von Kirche zu Kirche. Sieben Kirchen gilt es zu besuchen. Die Zahl sieben spielt auch beim Essen eine Rolle, denn auch sieben fleischlose Gerichte sollten während der Osterzeit gekocht werden.

Griechenland

Hefezopf auf Teller angerichtet

Tsoureki - der Hefezopf gehört an Ostern dazu

Das orthodoxe Osterfest fällt nicht immer auf das selbe Datum wie das christliche Osterfest. Das liegt an den verschiedenen Kalendern, die die verschiedenen Kirchen benutzen. In diesem Jahr ist es eine Woche später. Für die Orthodoxe Kirche ist das Osterfest das wichtigste Fest des Jahres, sogar wichtiger als Weihnachten.

Am Karfreitag geht es zur Prozession, Samstagnacht zur Auferstehungsfeier. Am Ostersonntag ist dann auch hier Feiern angesagt: ganze Lämmer werden gegrillt oder im Holzofen gebraten, man bereitet eine Spezial-Ostersuppe (Majiritsa) zu und es werden Tsourekia, das sind Hefezöpfe und Eier verspeist.