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Migration Integrationsmanager können starten

Die Landesregierung will die Integration von Flüchtlingen fördern. Dafür sollen Beauftragte für die Förderung eingesetzt werden. Die Landesregierung und die kommunalen Verbände haben sich nun auf die Finanzierung des Vorhabens verständigt.

Manne Lucha, Sozial- und Integrationsminister Baden-Württemberg

Manne Lucha, Sozial- und Integrationsminister Baden-Württemberg

Die Landesregierung hat für das Projekt Integrationsmanager 116 Millionen Euro vorgesehen. Über die Verteilung des Geldes sind sich die Landesregierung und Kommunalen Landesverbände einig geworden, teilte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha (Grüne) mit. Damit sei ein wichtiges Zwischenziel für die Einstellung von landesweit rund 1000 sogenannten Integrationsmanagern erreicht.

Das Projekt

Die Integrationsmanager sollen Flüchtlingen durch Beratung und praktische Hilfestellungen den Weg in Gesellschaft und Arbeitsmarkt erleichtern. Das Projekt ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. "Der Bedarf auf kommunaler Seite ist groß", sagte Lucha einer Mitteilung seines Ministeriums zufolge. Viele Kommunen hätten aber mit einer Beantragung von Mitteln bis zur Klärung der Rahmenbedingungen gewartet. Jetzt hätten sie die erforderliche Planungssicherheit.

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Aufgabe der Integrationsmanager

Zentrale Aufgabe von Integrationsmanagern ist laut Sozialministerium die individuelle Sozialberatung und -begleitung für Geflüchtete in der Anschlussunterbringung. Am Beginn jeder Beratung soll die Erstellung eines Integrationsplans stehen. In diesem werden die persönlichen Daten (z. B. Qualifikationen und Kompetenzen, Schulbildung und Berufsabschluss, individuelle Entwicklungen) und die zu erreichenden Ziele schriftlich fixiert.

Flüchtlinge im Integrationskurs

Flüchtlinge im Integrationskurs

Welche Ziele werden angepeilt?

Dabei gehe es unter anderem um Fragen des Spracherwerbs, der Arbeitsmarktintegration, der Anerkennung ausländischer Qualifikationen sowie um Wohnen, Schule und Bildung, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. Der vereinbarte Integrationsplan soll kontinuierlich fortgeschrieben. Mit Hilfe des Integrationsmanagements sollen Geflüchtete in die Lage versetzt werden, vorhandene Strukturen und Angebote selbstständig nutzen zu können.

Wer kann die Mittel beantragen?

Antragsberechtigt sind laut Sozialministerium Kommunen, die mindestens 51.000 Euro in Anspruch nehmen könnten. Kommunen, deren Planungsrahmen darunterliege, müssten sich den Einsatz von Integrationsmanagern mit anderen Kommunen teilen.