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Antidiskriminierungsstelle Baden-Württemberg Gegen das Gift der Benachteiligung

Was tun, wenn man wegen seiner Herkunft keine Wohnung bekommt? Oder weniger Gehalt bei gleicher Arbeit? Baden-Württemberg hat nun eine zentrale Antidiskriminierungsstelle gestartet.

Die neue Antidiskriminierungsstelle des Landes ist beim Sozial- und Integrationsministerium angesiedelt. An die sogenannte LADS können sich alle von Diskriminierung betroffenen Bürgerinnen und Bürger wenden, die sich im Alltag oder im Berufsleben benachteiligt sehen. Betroffene werden beraten und bei Bedarf eine weitere Beratungsstelle vor Ort verwiesen. Die Beratung ist kostenlos und vertraulich. 

Im Alltag und im Job

Manfred Lucha, Politiker, 2016

Manfred Lucha, Sozial- und Integrationsminister Baden-Württemberg

„Diskriminierung und Rassismus sind im Alltag leider alles andere als eine Seltenheit“, betonte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha bei der Eröffnung. Sie verhinderten nicht nur gleichberechtigte Teilhabe, sondern seien Gift für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Deswegen sei Antidiskriminierungsarbeit unverzichtbar.

Die zentrale Anlaufstelle wird ergänzt durch lokale Beratungsstellen, die in den vergangenen Jahren an den Standorten Esslingen, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Reutlingen/Tübingen und Stuttgart aufgebaut wurden. Zudem können sich Betroffene im Internet per E-Mail, Einzelchat oder Video auch anonym beraten lassen.

Die Antidiskriminierungsberatung erfolgt auf Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG). Eine Diskriminierung im Sinne des AGG ist die Ungleichbehandlung einer Person etwa aus rassistischen Gründen, wegen des Geschlechts, der Religion, einer Behinderung, wegen des Alters oder der sexuellen Identität.