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Fachkräftemangel in Deutschland Mittelstand für Bleiberecht von Geflüchteten in Arbeit

Mittelstandsunternehmen haben sich für ein Bleiberecht für gut integrierte Flüchtlinge in Deutschland ausgesprochen. "Der Verlust von Arbeitskräften durch Entzug der Arbeitserlaubnis oder Abschiebung von Arbeitskräften ist teilweise existenzgefährdend für bestehendes und potentielles Geschäft", heißt es in einem Forderungskatalog des Mittelstandsbeirates beim Wirtschaftsministerium.

eine Deutsche, ein älterer Mann und ein Geflüchteter arbeiten an einer Maschine

Der Mittelstand fordert ein Bleiberecht für Flüchtlinge in Arbeit.

Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Beschäftigungsduldung reiche nicht aus, heißt es. Er berücksichtige Menschen, die seit zwölf Monaten in einer Duldung seien. Viele geflüchtete Mitarbeiter, die während der Flüchtlingskrise in den Jahren 2015/16 nach Deutschland gekommen seien, befänden sich aber noch in dem Status "Gestattung" oder erst seit kurzem in der Duldung.



Geflüchtete in Arbeit nicht abschieben

Der Beirat forderte außerdem, bis zum Inkrafttreten des neuen Gesetzes sollte es keine Abschiebung von Geflüchteten in Arbeit und nach Abschluss eines Ausbildungsvertrags geben, egal in welchem Status sie sich befänden. Dringend benötigte Arbeitskräfte würden bei einer Abschiebung "über Nacht" entzogen: "Aufwendige Qualifizierungen werden zu vergeblichem Aufwand."

Für realistische Sprachanforderungen

Auch beim geplanten Fachkräfteeinwanderungsgesetz gebe es Verbesserungsbedarf. So müsse es einheitliche und realistische Sprachanforderungen geben sowie eine systematische und effektive Deutschförderung im Ausland. Dazu seien schnelle Verfahren zur Visaerteilung für Vorstellungsgespräche und dauerhafte Aufenthaltsgenehmigungen notwendig.