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Diakonie Baden-Württemberg Kosovo-Ausbildungsprojekt erfolgreich

Die Diakonie Württemberg will mehr gegen den Fachkräftemangel in der Pflege tun. Dabei soll ein Ausbildungsprojekt helfen, das jungen Menschen aus dem Kosovo ermöglicht, in Deutschland eine Ausbildung in der Altenpflege zu absolvieren.

Pflegehelferin hilft älterer Frau

Biondina Kastrati bei der Arbeit im Pflegeheim

"Wir können so auf seriöse, faire und legale Weise Fachkräfte gewinnen und hoffen, dass wir sie auch nach der Ausbildung in unseren Einrichtungen halten können", sagt Johannes Miller, Hausdirektor im Martin-Haug-Stift in Freudenstadt.

Die Arbeitslosigkeit unter Pflegekräften sei hoch, so Skender Reçica, Minister für Arbeit und Soziales im Kososvo. "Wir sind froh, dass sie in Deutschland gebraucht werden", erklärt der Minister.


Der erste Jahrgang des Kosovo-Ausbildungsprojektes des Diakonischen Werk Württembergs hat jetzt seine Ausbildung beendet. Rund 145 weitere junge Menschen aus dem Kosovo sind noch in Ausbildung, dazu zehn im Freiwilligen Sozialen Jahr in der Altenpflege. Im Herbst 2019 beginnen rund hundert Kosovaren ihre Ausbildung in Baden-Württemberg.


"Wir freuen uns, dass das Projekt so gut läuft. Es ist unser biblisch begründeter Auftrag, auch für das Wohl der Pflegekräfte zu sorgen. Es geht uns um die Gestaltung fairer Arbeitsmigration", so Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg.

Die Diakonie setzt das erfolgreiche Projekt fort. Inzwischen nehmen 30 Einrichtungen dran teil. Im nächsten Jahr werden weitere rund 100 angehende Pflegerinnen und Pfleger den anspruchsvollen Beruf erlernen.


Das Diakonische Werk Württemberg ermöglicht jungen Menschen aus dem Kosovo, die dort bereits einen Schulabschluss an einer medizinischen Mittelschule erworben haben, in Deutschland eine dreijährige Ausbildung zur Altenpflegefachkraft zu absolvieren.