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Bevölkerung in Deutschland Erstmals mehr als 83 Millionen Einwohner

Zum ersten Mal leben in Deutschland mehr als 83 Millionen Menschen. Das belegen die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Der Grund für den Zuwachs ist die Zuwanderung.

Eine Menschenmenge in Herbst- oder Winterkleidung ist von hinten zu sehen, ein Mann mit grauen Haaren steht im Zentrum

Immer mehr ältere Menschen leben in Deutschland - trotz Zuwanderung

Im vergangenen Jahr wuchs die Bevölkerung demnach um 227.000 Bürger oder 0,3 Prozent auf exakt 83,0192 Millionen Menschen. Nach vorläufigen Ergebnissen sind 386.000 Menschen mehr zu- als abgewandert.

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Deutschland lag 2018 mit 44 Jahren um 5 Jahre höher als 1990. Und das wird laut den Statistikern auch in den nächsten Jahren so weitergehen. "In 30 Jahren wird etwa jede zehnte Person mindestens 80 Jahre sein", so Destatis-Expertin Sabine Bechtold. Derzeit sind es rund fünf Prozent.

Trotz der ungewöhnlich starken Zuwanderung vor allem junger Menschen in den vergangenen Jahren sieht das Statistische Bundesamt in seinen Vorausberechnungen kaum noch Chancen, die Alterung der Bevölkerung aufzuhalten.

Weniger Arbeitskräfte

Im Jahr 2018 waren in Deutschland 51,8 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 66 Jahren. Bis zum Jahr 2035 wird die erwerbsfähige Bevölkerung um rund 4 bis 6 Millionen auf 45,8 bis 47,4 Millionen schrumpfen. Ohne Nettozuwanderung würde sich die Bevölkerung im Erwerbsalter bereits bis 2035 um rund 9 Millionen Menschen verringern.