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Baden-Württemberg Mehr Flüchtlinge erwartet

In Baden-Württemberg werden in diesem Jahr rund 52.000 Asylbewerber erwartet. Die Zahl hat sich erhöht, nachdem der Bund seine Prognose für 2015 nach oben korrigiert hat.

Flüchtlinge stehen auf einem Flur in einer Reihe.

Flüchtlinge in Baden-Württemberg

Insgesamt rechnet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg mit rund 400.000 Asylbewerbern in diesem Jahr. Das sind rund 100.000 mehr als bisher erwartet.

Gemäß dem Verteilschlüssel auf die einzelnen Bundesländer wären das für den Südwesten etwa 52.000 Menschen, die einen Erstantrag auf Asyl stellen. Im vergangenen Jahre waren es rund 26.000.

Zahlen steigen drastisch

Nach Angaben des Integrationsministeriums haben in den ersten vier Monaten des Jahres über 13.500 Flüchtlinge einen Asylantrag im Südwesten gestellt.

Hauptherkunftsland Kosovo

Ein Drittel der Asylbewerber, rund 4300, die bis jetzt nach Baden-Württemberg gekommen sind, stammen aus dem Kosovo. Es folgen Menschen aus Gambia (1400) und Albanien (1250). Der Anteil von Syrern liegt bei acht Prozent.

Unterbringung problematisch

Männer aus Syrien in einer Turnhalle, die notdürftig mit Liegen zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut wurde.

Unterbringung von Flüchtlingen ist ein großes Problem

Etwa 44.000 Flüchtlinge leben derzeit in Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes oder in vorläufigen Asylunterkünften der Städte und Landkreise. Die Anschlussunterbringung gestaltet sich vor allem in den Ballungsräumen sehr schwierig.

Derzeit gibt es drei Landeserstaufnahmestellen für Flüchtlinge. Eine in Karlsruhe, eine weitere in Ellwangen (Ostalbkreis) und in Meßstetten (Zollernalbkreis).

Kosten

Neben der Unterbringung streiten sich das Land, der Bund und die Kommunen über die Kostenverteilung. Das Land hat für 2015 rund 490 Millionen für die Flüchtlingsversorgung eingeplant. 2016 sind es 511 Millionen. Die Kommunen fordern von der Landesregierung die tatsächlich anfallenden Kosten, zum Beispiel bei Krankheit, zu übernehmen. Bisher werden nur Pauschalbeträge pro Asylbewerber überwiesen.