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Bundesagentur für Arbeit 1000 ausländische Pflegekräfte vermittelt

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat in den vergangenen vier Jahren 1000 ausländische Pflegekräfte an deutsche Alten- und Pflegeheime vermittelt.

In München wurde Jannette Dela Cruz als die 1000. Pflegekraft von der Bundesagentur für Arbeit empfangen. Sie stammt von den Philippinen. Dela Cruz werde künftig in einem Altenpflegeheim des Caritasverbandes in der bayerischen Landeshauptstadt arbeiten, teilte die Bundesagentur mit.

Das Anwerbeprogramm

Die BA wirbt Pflegefachkräfte aus Serbien, Bosnien-Herzegowina und den Philippinen an. Dabei arbeitet die Behörde eng mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zusammen. Seit März sei Tunesien als viertes Land in das Programm aufgenommen worden. Das Abwerbungsprogramm "Triple Win" startete 2013. Die ausländischen Pflegekräfte werden schon in ihren Heimatländern auf ihren künftigen Einsatz in deutschen Pflegeheimen vorbereitet. Die Kooperation beschränke sich allerdings auf Länder, in denen es einen Überschuss an Pflegekräften gebe, betonten Bundesagentur für Arbeit und A und GIZ.

Die Zentrale der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg von außen.

Die Zentrale der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg.

Gewinn für alle Beteiligten

Nach Angaben der BA stellt "Triple Win" einen Gewinn für alle Seiten dar. "Triple Win" bedeutet "dreifacher Gewinn". Die BA und GIZ verweisen darauf, dass das Programm gleichzeitig einen Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfs in Deutschland leiste, die Arbeitsmärkte in den Herkunftsländern entlaste und den Beteiligten eine neue berufliche Perspektive ermögliche. Zugleich profitierten die Heimatländer durch finanzielle Rücküberweisungen.

Nachhaltige Migration

"An erster Stelle steht, Arbeitsmigration fair und nachhaltig zu gestalten", betont Maja Bernhardt, Leiterin des Projekts bei der GIZ. "Triple Win" diene arbeitsmarkt- und entwicklungspolitischen Zielen. "Es ermöglicht eine sichere und verantwortungsvolle Migration, die den Interessen der Herkunftsländer entspricht und dem Fachkräftemangel in Deutschland im Pflegebereich entgegenwirkt", so Bernhardt.