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Mütter, die öffentlich stillen, werden manchmal nicht toleriert. In Karlsruhe gab es jetzt deswegen eine Protestaktion. Akzeptieren Sie es, dass Babys zum Beispiel im Café die Brust bekommen?

Für viele Mütter ist Stillen die normalste Sache der Welt. Praktisch ist es auch noch, weil Mama Babys Essen immer dabei hat – ohne extra Aufwand. Wenn der Säugling unterwegs Hunger hat, wird zum Beispiel im Café oder an anderen öffentlichen Plätzen gestillt. In Karlsruhe haben Mütter nun vor einem Café protestiert, in dem stillende Mütter mit Kindern offenbar nicht gerne gesehen werden.

„Natürlichste Angelegenheit der Welt“ - Manche sind peinlich berührt

Diskussionen ums Stillen in der Öffentlichkeit kochen immer wieder mal hoch. Befürworter argumentieren, dass es die „natürlichsten Angelegenheit der Welt“, sei, sein Kind so zu füttern. Aber vor allem ältere Menschen scheint der Anblick zu stören und zu empören. Stillräume gibt es nicht überall, und auf der Toilette möchten Mütter auch nicht unbedingt ihr Kind an die Brust legen.

Diskussion um Stillen in der Öffentlichkeit: Eine Frau bedeckt den Kopf ihres Babys beim Stillen mit einem Tuch (Foto: dpa Bildfunk, Paul Zinken)
Es ist möglich, verdeckt zu stillen. Paul Zinken

Schamgefühle empfinden aber auch manche Mütter und versuchen durch geschickt gewählte Kleidung oder leichte Tücher bzw. Stillschals so viel wie möglich beim Stillen zu bedecken. Manche Babys, so berichten Mütter, lieben den abgeschotteten Bereich, andere mögen das gar nicht. Kritiker empfinden das Stillen mancher Mutter aber auch als provokativ „offenherzig“.

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Akzeptieren Sie es, dass Mütter öffentlich stillen?

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