Finger zeigt auf einen Vertrag und ein Mann setzt an zum Unterschreiben (Foto: Getty Images, NanoStockk)

Das neue Datum nicht abkürzen 2020 statt 20 schreiben - damit niemand die Jahreszahl ändert

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Was ist an der Warnung dran, gerade beim Unterzeichnen die Jahreszahl 2020 nicht mit 20 abzukürzen? Das soll vor Betrug schützen.

Die Empfehlung ist aus den USA nach Deutschland geschwappt. Die Geschäftsführerin vom US-Verband der Verbraucheranwälte, Ira Rheingold, warnte in einem Zeitungsinterview davor, bei wichtigen Schriftstücken, die man mit Datum unterzeichnet, die Jahreszahl 2020 abzukürzen. Der Grund:

Betrüger können aus 20 leicht ein anderes Datum machen

Die aktuelle Jahreszahl lässt sich als 20 abgekürzt leichter manipulieren als die 19 im vergangenen Jahr. Wenn jemand betrügen will, könnte er an die 20 noch zwei Ziffern anhängen und so ein Datum zurück- oder vordatieren. Aus dem 14.1.20 könnte ein 14.1.2019 oder ein 14.1.2021 werden - mit möglichen Nachteilen für den Unterzeichnenden. Wer diese Art der Fälschung also verhindern will, schreibt die Jahreszahl 2020 auf wichtigen Dokumenten aus.

Experte für Verbraucherrecht: „Das hat keine große Bedeutung“

Dass eine Jahreszahl so gefälscht werde, habe allerdings eine „verschwindend geringe“ Bedeutung, sagte Oliver Buttler, zuständig für Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, dem SWR.

Er verweist darauf, dass bei Verträgen in der Regel ein Duplikat oder Durchschlag des Dokuments ausgehändigt werde. Es gebe andere Betrugsmaschen, die wahrscheinlicher seien.

Digitale Unterschriften werden kopiert und andere kriminelle Methoden

Der Verbraucherzentrale seien Fälle bekannt, in denen Kunden digitale Unterschriften auf einem Tablet abgegeben hätten. Diese Unterschriften seien kopiert und für kriminelle Zwecke verwendet worden.

Auch über andere Methoden, wie Verbrauchern Verträge untergeschoben werden, hat der SWR berichtet:

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20:15 Uhr
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SWR Fernsehen
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