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In Bezug auf das Wetter haben wir vom Südwesten und dem Süden Deutschlands eigentlich eine ganz bestimmte Vorstellung: Gefühlt ist es hier immer ein paar Grad wärmer als im Norden oder Osten der Republik. Besonders im Sommer locken viel Sonne und warme Temperaturen.

Wenn man sich die Anzahl der Sonnenstunden anschaut, stimmt das auch: Hier lagen im vergangenen Jahr Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz auf den ersten drei Plätzen. Auch sonst ist es in den drei Bundesländern sonniger als im deutschen Durchschnitt, zeigen Zahlen des Deutschen Wetterdienstes.

Doch es gibt einen Haken an der Sache: Laut dem Online-Portal Statista liegen Konstanz und Freiburg bei den Regentagen im Sommer deutschlandweit auf Platz zwei und drei. Gezählt wurden dabei die Regentage von 1986 bis 2016 im Juni, Juli und August.

In Konstanz gab es satte 874 Regentage, in Freiburg 819. Mit großem Abstand auf Platz eins liegt München. Die bayerische Landeshauptstadt verzeichnete 959 Tage Regen.

Dieser Gegensatz - viele Sonnenstunden, aber auch überdurchschnittlich viel Regen wie in Konstanz oder Freiburg - hat einen Grund: Die Nähe zu den Bergen. Besonders Richtung Alpen stauen sich die Wolken und entladen sich entsprechend mit Regen oder Gewitter. Deshalb regnet es z.B. in Konstanz auch häufiger.

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