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Der Internationale Frauentag erinnert daran, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind. In der Praxis ist das leider immer noch nicht der Fall. In der Corona-Pandemie stehen Frauen vor noch mehr Problemen als sonst. Nicht nur alte Rollenbilder leben wieder auf, auch häusliche Gewalt nimmt zu.

"Mama macht alles"

Familien sind schon seit Monaten besonderem Stress ausgesetzt. Homeoffice und Kinderbetreuung lässt sich nicht so leicht vereinbaren. Oft bleibt die Aufgabe, sich um die Kinder zu kümmern, an der Mutter hängen. In unserer "betrifft"-Dokumentation berichten drei Mütter, wie es ihnen während der Coronakrise bisher ergangen ist und welche Lasten sie tragen müssen.

Frauen im Hamsterrad

„Mental Load“ nennen Experten die Belastung mit den vielen Aufgaben des Alltags, die Frauen oft ganz alleine schultern müssen. Autorin und Bloggerin Patricia Cammarata gibt in ihrem Buch "Raus aus der Mental Load Falle" Tipps, wie diese Aufgaben gerechter verteilt werden können.

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Der Job bleibt auf der Strecke

Beim Jonglieren von Kindern, Haushalt und Job bleibt der Beruf häufig auf der Strecke. Doch nicht nur arbeitende Mütter belastet die Coronakrise extrem. Hinzu kommt die Angst vor Jobverlust. Einer Studie der Universität Mannheim zufolge verlieren insgesamt mehr Frauen als Männer durch die Pandemie ihre Arbeitsplätze, weil sie häufiger in den Bereichen Gastronomie, Gesundheit oder der Reisebranche tätig sind. Diese Berufe sind nicht nur momentan bedroht, sondern meist auch schlechter bezahlt. Ein flächendeckender Tarifvertrag für die Pflegekräfte ist erst vor kurzem gescheitert.

Die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, stellt zwar eine Chance dar. Aber gleichzeitig geht damit die Gefahr einher, dass sich bestehende Rollenbilder weiter verfestigen. Dass es so gekommen ist, ist allerdings nicht nur die Schuld von Männern, wie Tamara Land in ihrem Kommentar feststellt: Frauen müssten sich an die eigene Nase fassen.

Zuhause in Gefahr

Neben Job und Familienfrieden ist bei einigen Frauen noch mehr bedroht: die eigene körperliche Gesundheit. Bei "mal ehrlich" sprechen Frauen über häusliche Gewalt, was man dagegen tun kann und wieso die Situation während Corona schlimmer denn je ist.

Frauen sind stark

Doch der Weltfrauentag ist nicht nur da, um auf die Probleme von Frauen aufmerksam zu machen. Bei SWR2 finden Sie eine ganze Fülle von starken, in der Kultur engagierten Frauen, wie zum Beispiel Ariane Müller. Die aus Ulm stammende Musikerin nimmt in ihren Texten sexistische Klischees aufs Korn und bleibt auch in Coronazeiten künstlerisch aktiv.

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Videos zum Weltfrauentag Starke Frauengeschichten

Starke Frauen gibt es schon seit Jahrzehnten. Hier finden Sie Videos zum Weltfrauentag.  mehr...

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