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Wir haben gefragt, ob es richtig ist, wenn Privatpersonen Falschparker anzeigen. Das Abstimmungsergebnis ist eindeutig - und die Kommentare zeigen die größten Probleme.

In Mainz und anderen Städten und Kommunen können Privatpersonen schnell und unkompliziert Falschparker anzeigen - per App oder Mail an die Behörden.

Angst vor Wichtigtuern und Blockwarten

Nicht alle Teilnehmer unserer nicht repräsentativen Abstimmung begrüßen diese Möglichkeit. 25 Prozent der Nutzer finden, dass private Anzeigen nicht die Lösung gegen Falschparker sein sollten. In den Kommentaren wurde die Furcht vor der „Wiederauferstehung des Blockwarts“ geäußert. Für einen anderen Nutzer war dieser Trend ein „Mosaikstein zum Wichtigtuertum, an dem unsere Gesellschaft leidet“.

Falschparker melden - nur die zweitbeste Lösung

75 Prozent der Nutzer, die sich an der Abstimmung beteiligt haben, finden es nicht verwerflich, wenn Privatleute Falschparker melden. In vielen Kommentaren wird deutlich, dass in erster Linie Polizei und Ordnungsamt diese Aufgabe übernehmen sollten.

„Das private Anzeigen von Falschparkern ist nur die zweitbeste Lösung. Viel besser wäre es, wenn der städtische Ordnungsdienst personell aufgestockt würde und dadurch der Kontrollduck größer wäre.“

Rainer Dieterle

Konkurrenzkampf aller Verkehrsteilnehmer

Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer kämpfen gegeneinander um den knappen Raum in dicht besiedelten Ballungsräumen. Vor allem in den Innenstädten wird der Konkurrenzdruck immer größer. Autofahrer werden von vielen als die stärkste Gruppe erlebt - auch beim Falschparken.

„Den Falschparkern scheint das gesellschaftliche Klima völlig egal zu sein. Sie sind es doch, die sich rücksichtslos gegen schwächere Verkehrsteilnehmer verhalten und deren Gesundheit oder Leben gefährden.“

Kakao

Lösungen gegen Falschparker

Lösungsvorschläge gibt es auch. Neben dem Bilden von Fahrgemeinschaften, der Nutzung des ÖPNV schlägt Nutzer „Joachim“ vor, Gehwege und Radwege so umzubauen, „dass sie nicht von Autofahren als Parkplatz missbraucht werden können. Bei Kommunen, wo das bereits umgesetzt wird, muss nicht angezeigt und kontrolliert werden und es stellt sich nach einer gewissen Umgewöhnung wieder Frieden ein.“

Was denken Sie? Wie bekommt man das Problem der knappen Parkplätze in den Städten und das Falschparken am besten in den Griff? Schreiben Sie uns gerne Ihre Meinung.

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