Montage von Bildern exotischer Früchte (Foto: Getty Images, Colourbox, bernie_photo, Sirikornt)

Besondere exotische Früchte So isst man sie: Granatapfel, Pomelo, Karambole, Rambutan und mehr

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Gerade im Winter greift man gerne mal zu exotischen Früchten. Keine Hemmungen auch bei solchen, die eher unbekannt sind. Gleich wissen Sie, wie Granatapfel oder Rambutan schmecken und essfertig zubereitet werden.

Wer gerne mal neues Obst aus sonnigen Ländern ausprobiert, hat in Deutschland inzwischen eine große Auswahl: nicht nur in Geschäften für Spezialitäten, sondern auch in Supermärkten und Discountern.

Ananas, Avocado, Banane, Papaya und Kokosnuss oft zu finden

An viele Exoten haben wir uns schon so sehr gewöhnt, dass sie oft gar nicht mehr so exotisch erscheinen: Ananas und Banane zählen zu den weltweit am meisten gehandelten Früchten. Kiwi, Mango oder Papaya und auch Kokosnüsse liegen wie selbstverständlich in der Obstauslage neben Äpfeln und Birnen - und auch die Avocado, die botanisch Obst ist, nämlich eine Beere.

Obstkorb mit Äpfeln, Bananen, Ananas, Orangen (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Vitamine tanken durch Obst Picture Alliance

Neue Früchte entdecken: Karambole, Kumquat, Cherimoya und Sharonfrucht

Neben bekannten Exoten findet man aber auch seltsame kleine, strubbelige Früchtchen oder große gelbe, die aber keine Honigmelone sind. Es gibt viele Früchte zu entdecken in unserer Bildergalerie:

Wie isst man dieses Obst? Exotische Früchte vorgestellt

Cherimoya (Foto: Thinkstock)
Cherimoya: Der Geschmack dieser bis zu 14 Zentimeter großen, graugrünen, schuppigen Frucht wird beschrieben als eine Mischung aus Banane und Vanille oder auch ähnlich wie Ananas oder Papaya. Das cremefarbige Fruchtfleisch enthält Kerne, die nicht mitgegessen werden, die Schale kann jedoch verzehrt werden. Oder man schneidet Cherimoya über Kreuz ein und löffelt sie aus. Thinkstock Bild in Detailansicht öffnen
Feige: Frische Feigen sind pur oder zusammen mit Ziegenkäse gratiniert ein Genuss. Die dunkelblau- bis lilafarbenen Früchte schmecken als frische Frucht leicht süß, getrocknet ist die Süße intensiver. Je nach Sorte und Herkunft ist die Schale dicker oder dünner und kann mitgegessen werden. Bild in Detailansicht öffnen
Granatapfel: An die kleinen süß-sauren, saftigen Kerne kommt man auf verschiedene Weisen heran, wenn man die Empfehlungen und Videotipps vergleicht. Ohne rote Saftspritzer geht es in einer Schüssel mit Wasser, in der der angeschnittene Granatapfel zerlegt und die Kern-Kammern herausgepult werden. Eine andere Technik: Einen kleinen Deckel rundum vorsichtig einschneiden und abheben, längs der Frucht die Schale einschneiden, damit man die Kern-Kammern gut auseinanderbrechen kann. Bild in Detailansicht öffnen
Karambole oder Sternfrucht: Diese kantige, leuchtend gelbe Frucht schmeckt je nach Reife entweder süßsäuerlich wie nach Quitte, Apfel und ein bisschen Stachelbeere und ist dabei recht fest und knackig. Wenn sie weicher ist, schmeckt sie süßer. Quer in Scheiben aufgeschnitten ist die Karambole der Star im Obstsalat oder eine sternförmige, essbare Dekoration für Gerichten oder Cocktails. Sirikornt Bild in Detailansicht öffnen
Kumquat oder Zwergorange: Die bis zu vier Zentimeter große Frucht sieht aus wie eine ovale Mini-Orange. Der Winzling kann mit Schale verspeist werden und schmeckt daher orangig-herb, ein bisschen an Orangeat erinnernd. Wer die kleinen Kerne doch nicht mitessen mag, muss die Kumquat halbieren und die Kerne mit einer Messerspitze herausholen. Kumquats peppen Desserts auf oder man kombiniert sie mit Herzhaftem. Bild in Detailansicht öffnen
Litschi oder Lychee: Die kleine Frucht kennt man auch in der Dose, doch frisch aus der hellroten, knubbeliger Schale gepellt, gibt sie erst ihren vollen Geschmack und rosenartigen Duft preis. Die dünne Schale lässt sich mit den Fingern zerbrechen und abschälen. Im Inneren der süßen, weißen Frucht steckt ein relativ großer Kern. Das saftige, Vitamin C-reiche Früchtchen steckt man komplett in den Mund und lutscht den Kern heraus. Bild in Detailansicht öffnen
Nashi oder Apfelbirne oder Chinesische Birne: Diese saftige Exotenfrucht sieht vergleichsweise normal aus. Sie hat die Form eines Apfels, eine glatte Schale und ein Kerngehäuse. Nashi schmeckt wie eine Kombination aus Apfel und Birne. Gegessen und verwendet wird sie ebenfalls wie diese beiden Obstsorten. Bild in Detailansicht öffnen
Maracuja und Passionsfrucht: Die beiden sind quasi Schwestern. Die Maracuja (hier im Bild) hat eine glatte, hellgelbe bis gelbgrüne Schale, die Passionsfrucht eine violette. Im Inneren haben beide geleeartiges Fruchtfleisch, das mit vielen kleinen Kernen gespickt ist, die man mitisst. Die lederartige Fruchtschale der Passionsfrucht sollte schrumpelig aussehen, dann ist sie reif. Die Frucht halbieren und auslöffeln. Bild in Detailansicht öffnen
Physalis oder Kapstachelbeere oder Andenbeere: Physalis-Pflanzen gibt es in vielen verschiedenen Sorten. Eine Verwandte der essbaren Physalis – auch Andenbeere oder Kapstachelbeere genannt – ist die Zierpflanze Lampionblume. Deren Früchte sind nicht zum Essen geeignet. Essbare Physalis-Beeren gibt es zu kaufen, man kann die Pflanzen aber sogar im Garten anbauen. Die orangefarbene Beere, die man aus der Blatthülle abknabbert, schmeckt leicht säuerlich und süß. Bild in Detailansicht öffnen
Pomelo: Pampelmuse ist nicht dasselbe wie Grapefruit, und Pomelo ist eine weitere ähnliche Frucht. Alle sind Zitrusfrüchte und schmecken mehr oder weniger süß-sauer bis herb. Die etwas bitterer als Grapefruit schmeckende Pampelmuse und die Pomelo sind ähnlich dick und groß. Die Pomelo ist eine Kreuzung aus Pampelmuse und Grapefruit. Grapefruit ist hingegen eine Kreuzung aus Pampelmuse und Orange. Die Pomelo hat eine dicke Schale: Oberes Ende abschneiden, rundum einritzen und wie eine Orange schälen. Weiße Schicht darunter grob entfernen, Frucht öffnen. Einzelne Fruchtschnitze abtrennen und aus der restlichen Haut herauslösen (im Bild sind die Schnitze schon ohne Haut zu sehen). bernie_photo Bild in Detailansicht öffnen
Rambutan: Die Rambutan ist eine zottelige Verwandte der Litschi - sozusagen die Urform dieser Frucht. Die Schale der Rambutan mit weichen Stacheln ist etwas härter als bei der Litschi, man muss sie rundherum nur anritzen und kann sie dann abheben. Das Fruchtfleisch ist ähnlich süß. Fathima Shanas/Pixabay Bild in Detailansicht öffnen
Sharonfrucht und Kaki: Diese beiden fruchtigen Verwandten werden gerne verwechselt. Die hellere Sharonfrucht ist die veredelte Form der orangeroten, rundlichen Kaki: Sie hat keine Kerne, eine dünnere Schale und schmeckt milder. Da sie weniger Gerbstoff entwickelt als die Kaki, schmeckt sie, auch wenn sie noch nicht ganz reif ist, süßer und nicht bitter. Die Früchte entweder schälen und aufschneiden oder direkt hineinbeißen – und Kaki-Kerne ausspucken. Teerkrizkova/Pixabay Bild in Detailansicht öffnen

Exotische Früchte als etwas Besonderes genießen und selten essen

Andersartige, exotische Obstsorten erweitern den kulinarischen Horizont. Sie haben aber auch einige Nachteile, weswegen man sie sich nur ab und zu gönnen sollte:

Südfrüchte gehen oft unreif auf die lange Reise

Oft werden Früchte wegen des langen Transportwegs unreif gepflückt. Manche Obstsorten können nachreifen – auch mit Ethylen wird nachgeholfen. SWR-Fachredakteurin Sabine Schütze erläutert: „Es ist immer so, dass eine vollreife Frucht mehr Vitamine und mehr Mineralstoffe hat.“ Daher sollten Südfrüchte nicht zu früh geerntet werden – das sei auch bei Ananas ein Problem, da sie sehr schlecht nachrreife.


In exotischen Früchten stecken zwar jede Menge Vitamine und Mineralstoffe. Die bekommt man aber genauso ausreichend durch heimisches Obst oder, gerade im Winter, auch durch Gemüse. Es ist aber vielleicht verlockender eine süße, karotinreiche Mango zu essen als Karotten zu knabbern.

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