Alte Getreidesorte: Emmer (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Sagen Sie uns Ihre Meinung Urgetreide - kurzfristiger Food-Hype oder gesunde Alternative?

Alte Urgetreidesorten wie Emmer, Einkorn oder Dinkel werden bei den Verbrauchern immer beliebter. Jüngst hat auch die Universität Hohenheim einen weltweit einmaligen Feldversuch mit Urgetreide gestartet.

Die Forscher wollen untersuchen, wie sich die vielen Sorten beim Anbau unterscheiden und was man beim Backen beachten muss. Dazu sollen zum Abschluss des Versuchs 3.000 Brötchen gebacken werden.

Was sind Emmer, Einkorn und Dinkel?

Emmer und Einkorn sind die ältesten kultivierten Getreidesorten. Daraus wurde sogar das erste Bier gebraut. Dinkel ist wohl nach wie vor das bekannteste und wohl beliebteste Urgetreide. Brot, Kekse, Nudeln - Dinkelprodukte sind aus den Supermarktregalen nicht mehr wegzudenken.

Brot aus Dinkel und Roggen (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Brot aus Dinkel und Roggen Picture Alliance

Das Dinkelvollkornbrot wurde 2018 vom Deutschen Brotinstitut zum Brot des Jahres gekürt. Aus den alten Getreidesorten lassen sich allerdings nicht nur Brote herstellen.

Vorteil der alten Sorten

Emmer, Einkorn und Dinkel gelten als gesund. Sie haben mehr Mineralstoffe und Vitamine und speziell Einkorn hat einen hohen Gehalt an Carotinoiden. Das sind natürliche Farbstoffe, die der Hautalterung und verschiedensten Erkrankungen wie Krebs, Rheuma oder Alzheimer vorbeugen sollen.

Alternative zu Weizen?

Emmer hat kleine und kurze Ähren, viel kürzer als zum Beispiel Dinkel. Außerdem bestehen die Ähren des Emmers nur aus zwei Körner-Reihen. Weizenkörner hingegen wachsen vierzeilig und bringen somit viel höhere Erträge. Der geringere Ertrag und eine aufwendigere Verarbeitung sorgen auch für einen höheren Preis. Eine Kilo Urgetreide kostet das drei- bis vierfache, sagt Brot-Sommelier Jörg Schmid aus Gomaringen.

Urkörner bieten neue Geschmacksvielfalt

Eine echte Konkurrenz für den herkömmlichen Weizen sind die Urkörner also nicht, doch sie sorgen wieder für mehr Vielfalt auf den Feldern und Abwechslung im Geschmack. Nussig, kräftig, würzig schmecken die Urkörner. Passend zum momentanen Trend nach Natürlichkeit und Regionalität statt Industrieware. Kein Wunder also, dass die Nachfrage steigt. Auf Instagram posten unter #einkorn zahlreiche Fans des Urgetreides ihre Rezeptideen.

Spring time poppy focaccia . Beautiful and tasty ! (Inspired by the beautiful fields of poppy flowers planted in the median of route 77 in North Carolina ) ,So bright and colorful. Focaccia is 8 hour fermentation of 60/40 fresh ground einkorn and bread flour , fresh herbs and thin sliced vegetables and finished with organic olive oil and Maldon salt flakes 👌🏼 perfecto! . . . #theperfectloaf #focaccia#maldonsalt #poppies #einkorn#highways #foodie #fermentation #northcarolina #bbga #artisanbread#vineyardbaker #realbread #bbga #vegetarian #sourdough #flourwatersalt #realfood#foodphotography #freshlyground#wholegrain#bread#freshbaked#foodart #farmer#grain#baker#marthasvineyard#imaginepeace#oliveoil

Sagen Sie uns Ihre Meinung

Teure Nischenprodukte oder bereichernde Geschmacksalternative? Schreiben Sie uns, was Sie vom Trend zum Urgetreide halten. Haben Sie vielleicht sogar mit Einkorn, Emmer und Dinkel gekocht? Schildern Sie uns Ihre Erfahrungen und teilen Ihre Liebslingsrezepte.

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