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Sorgen um die Gesundheit und deutliche Beschränkungen im Alltag machen das Leben in Corona-Zeiten nicht immer einfach. Aber nicht alles ist schlecht. Hier sind neun Dinge, die sich momentan wegen Corona verbessern.

9. Homeoffice als Teil der Arbeitskultur

Durch das Virus sind nun eine Vielzahl von Arbeitgebern gezwungen, sich mit der Homeoffice-Thematik auseinanderzusetzen. Obwohl die Umstellung für viele erst einmal ungewohnt ist oder sein wird, bietet Homeoffice Chancen, die man nutzen sollte. Wie das Arbeiten zuhause funktionieren kann und welche Vorteile es bringt, wird hier ausführlicher erklärt.

Die Fortschritte auf diesem Gebiet könnten nach Ende der Pandemie vielen Vorteile bringen, wie etwa eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Arbeit.

8. Ist Corona gut fürs Klima?

Bereits 2019 war in Deutschland klar, dass die Klimaziele 2020 nicht erreicht werden. Nun scheinen die CO2-Emissionen durch die Quarantäne zu sinken. Industriebetriebe bleiben geschlossen, der Reise- und Pendlerverkehr geht zurück. Satellitenbilder der NASA zeigen, dass Chinas Emissionen im Februar drastisch gesunken sind. Ähnliche Folgen sind bereits in Norditalien zu beobachten. Das Virus könnte also dazu beitragen, dass sich die Erderwärmung verlangsamt.

SWR Wissen: Weniger Luftverschmutzung in Norditalien - wegen Corona?

7. Krankheit und die deutsche Arbeitsmentalität

Spätestens jetzt werden hustende und schniefende Mitarbeiter schräg angesehen und nach Hause geschickt. Der Coronavirus macht klar, Kranke gehören ins Bett. Zur Arbeit sollte man erst dann wieder gehen, wenn man sich auskuriert hat. Das gilt bei allem Fleiß auch außerhalb von Corona-Krisen.

6. Wertschätzung für die Helden des Alltags

Wem es zuvor nicht schon klar war, dem wird spätestens in Corona-Zeiten noch einmal gezeigt, wie unverzichtbar einige Berufe in unserer Gesellschaft sind. Es sind die Menschen, die derzeit das Land am Laufen halten. Es ist schön, dass sie jetzt endlich die Anerkennung und Wertschätzung bekommen, die Ihnen zusteht.

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Der Dank stoppt nicht an nationalen Grenzen. So bedanken sich beispielsweise die Spanier während der Ausgangssperre bei Sanitätern, Pflegekräften und Ärzten. Unter dem #AplausoSanitario wurde dazu aufgerufen, von Balkonen aus für das Gesundheitspersonal zu applaudieren.

5. Zusätzliche Zeit

Jetzt können Sie sich endlich den Dingen widmen, die typischerweise liegen bleiben. Ob es darum geht, den Garten fit für den Frühling zu machen, Zimmer- oder Balkonpflanzen zu ziehen, den Frühjahrsputz zu starten oder die Steuererklärung anzufangen. Nun können Sie auch endlich in Ruhe den Eltern oder Großeltern telefonisch erklären, wie man Videotelefonate führt. Außerdem finden Sie nun endlich Zeit, um das Buch zu lesen das schon ewig im Bücherregal steht. Auch die Serien oder Filme, auf die Sie sich eigentlich schon lange freuen, können Sie nun endlich sehen.

4. Weniger Egoismus

Mit der Krise zeigt sich zum Glück auch die Menschlichkeit. Viele begeben sich in freiwillige Quarantäne, die zunehmenden Einschränkungen werden aktiv umgesetzt, Hamsterkäufe kritisiert, Corona-Partys verurteilt. Unter Hashtags wie #SocialDistancing #StayHomeChallenge #ShutDownGermany #FlattenTheCurve und #WirBleibenZuhause versuchen Nutzerinnen und Nutzer sozialer Medien noch mehr Menschen dazu zu animieren, dem Virus weniger Gelegenheit zur Ausbreitung zu geben. Der Schutz von Risikogruppen ist dabei besonders wichtig.

3. Das Bildungswesen, Corona und die digitale Welt

Noch im Oktober 2019 erklärte die Vorsitzende des Philologenverbands Rheinland-Pfalz, Cornelia Schwartz, bei "SWR Aktuell" woran die digitale Bildung scheiterte.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Nun wird das Bildungswesen mit den bundesweiten Schulschließungen zu digitalen Alternativen gedrängt. Glücklicherweise bewegt sich im Netz deswegen Einiges. So passt beispielsweise der SWR sein Fernsehprogramm für Kinder und Jugendliche an. Online-Lernangebote wie planet-schule.de und planet-wissen.de bieten unterstützende Lernmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler.

Lernen mit Planet Schule!


Selbst kostenpflichtige Lern-Apps und einzelne Verlage schließen sich dem Trend an und bieten Rabatte oder sogar kostenlose Unterstützung an. Lehrer, Schülerinnen und Schüler nutzen Kommunikationssoftware, um sich per Chat oder Videokonferenz über den Unterrichtsstoff austauschen zu können. Obwohl das Ganze ein Sprung ins kalte Wasser ist, muss man sich bewusst machen: Der digitale Fortschritt an Schulen wird damit so intensiv gefördert wie noch nie zuvor.

2. Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Von Balkonkonzerten bis hin zu den unzähligen freiwilligen Helfern, in Krisenzeiten zeigt sich die Solidarität. Schöne Beispiele gibt es auch bei uns, beispielsweise im Westerwald.

Solidarität und Zusammenhalt (Foto: Colourbox)


In den sozialen Medien gibt es zurzeit eine regelrechte Welle an Aufrufen #Solidaritaet #WirvsVirus #andràtuttobene (italienisch: „Alles wird gut“). Hilfstätigkeiten, wie zum Beispiel unter Nachbarn, sind insbesondere während Quarantäne und Ausgangssperren unverzichtbar und wichtig. Falls Sie die Möglichkeit haben, ist nun eine gute Zeit, um sich der #NachbarschaftsChallenge anzuschließen.

1. Gelegenheit zum Nachdenken

Nun, wo gerade so vieles zum Stillstand kommt, ist Zeit, um einmal darüber nachzudenken, was wirklich wichtig ist. Im Selbstverständnis des Alltags vergisst man manchmal, sich und andere wertzuschätzen. Krisenzeiten wie diese zeigen uns, wie viele Freiheiten wir normalerweise genießen können. Die Coronakrise lehrt uns, auch die scheinbar einfachen und nebensächlichen Dinge um uns herum wieder zu würdigen und unsere Prioritäten neu zu sortieren.

Was haben Sie in Ihrem Alltag Positives beobachtet? Schreiben Sie uns gerne Ihren Kommentar.

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