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Diese Fahrzeuge sind einfach außergewöhnlich: Zum Beispiel der komplett vergoldete US-Sportwagen oder das fast fünfzig Jahre alte Moped, das einen Alpenpass erklimmen soll, oder auch das frisierte Kettcar zweier Youtuber.

Der Südwesten ist nicht nur die Heimat berühmter Automarken wie Porsche und Mercedes. Nein, hier gibt es auch viele Tüftler, Bastler und Schrauber, die sich beruflich oder in ihrer Freizeit mit ihrem fahrbaren Untersatz beschäftigen.

Einige von ihnen besitzen ganz besondere Fahrzeuge auf zwei und mehr Rädern. Sie konstruieren sie entweder selber oder bauen ältere Modelle um, um den Oldies wieder zu neuem Glanz zu verhelfen.

Mann schraubt an Moped (Foto: SWR)
Norbert Edinger sammelt Mopeds. Er besitzt 160 Modelle unterschiedlicher Marken und Baujahre. Und er hat ein ehrgeiziges Ziel: Er will mit seinem Mofa Zündapp Bergsteiger (Baujahr 1971) beim Ötztaler Mopedmarathon teilnehmen. Die Strecke führt von Sölden bis hinauf zum 2.474 Meter hohen Timmelsjoch. Ein echter Härtetest für Mensch und Maschine. Bild in Detailansicht öffnen
Den Zweitakter hat er vor Jahren vor dem Schrott gerettet. In seiner Werkstatt in Neulußheim im Rhein-Neckar-Kreis zerlegt der gelernte Zweiradmechaniker die Maschine in alle Einzelteile. "Was nicht passt, wird passend gemacht. Das heißt, da holen wir die Flex und das Schweißgerät und spätestens dann passt es.", sagt Edinger. Nach vielen Arbeitsstunden ist das Moped fertig für den Alpenmarathon. Bild in Detailansicht öffnen
Phillip und Johannes Mickenbecker sind Youtube-Stars. Ihr Kanal heißt "The Real Life Guys" und hat mehr als eine Million Abonennten. Die Zwillinge aus Bickenbach bauen allerlei verrückte Fahrzeuge und machen Videos darüber. Zum Beispiel über ein Bobbycar, das 70 Sachen fährt, oder eine Badewanne, die fliegen kann. Mittlerweile verdienen die Brüder auf diese Weise ihren Lebensunterhalt. Bild in Detailansicht öffnen
Eine neue Idee der Zwillinge: Aus einem Kettcar ein Rennauto mit E-Motor bauen. Auf einer abgesperrten Strecke testen sie Beschleunigung und Maximalgeschwindigkeit. Dann folgt das Rennen auf einer Indoor-Kartbahn in Mannheim. Das Go-Cart Marke Eigenbau tritt gegen ein benzinbetriebenes Kart an. Aus den Filmaufnahmen vom Rennen entsteht danach ein neues Video für den Youtube-Kanal. Bild in Detailansicht öffnen
Ein Sammler von Fahrzeugen aller Art ist Wolfgang Reichert (links), der zusammen mit seinem Bruder das Fahrzeugmuseum Marxzell im Nordschwarzwald betreibt. Hunderte Raritäten sind hier ausgestellt, die meisten davon sind unverkäuflich. Zu jedem Ausstellungsstück haben die Museumsmacher eine spannende Geschichte zu erzählen. Wie zum Beispiel zu diesem Motorrad der Marke Jawa. Bild in Detailansicht öffnen
Das Motorrad ist ein 3-Sitzer: Vor und hinter dem Fahrer ist jeweils noch ein Sitzplatz. „Ohne Beiwagen kommt man besser durch in der Stadt,“ erklärt der Besitzer. Das ungewöhnliche Modell wurde 1961 im heutigen Tschechien gebaut. Reichert versucht, es nach mehr als 30 Jahren wieder in Gang zu setzen. Es gelingt ihm, die Maschine zu starten und gemeinsam mit Bruder und Nichte eine kleine Runde durch den Schwarzwald zu drehen. Bild in Detailansicht öffnen
Ali Naemi hat seinen US-Sportwagen Pontiac Trans Am mit viel Liebe zum Detail veredelt. Sechs Jahre lang hat er die Karosserie mit 24 Karat Blattgold und 300.000 Strasssteinen verschönert. Angst, dass ihm seine mehr als drei Millionen teure rollende Schatztruhe abhandenkommen könnte, hat er nicht: „Nein, ich habe keine Angst, das Auto ist einmalig auf der Welt. Das sieht man sofort." Bild in Detailansicht öffnen
Er sieht aus wie ein Oldtimer, ist aber erst 13 Jahre alt. Dieser Bolide namens „Brutus“. Sein Motor allerdings, der ist alt. Er stammt von einem Flugzeug, das im Ersten Weltkrieg im Einsatz war. Einmal im Jahr kann „Brutus“ im Technikmuseum Speyer in Aktion bewundert werden. Dann beweist der feuerspeiende 550-PS-Rennwage mit 47 Liter Hubraum, dass er zu Recht als „gefährlichstes Fahrzeug der Welt“ gilt. Bild in Detailansicht öffnen
Die Räder des offenen Gefährts sind aus Holz. „Bremsen tut er nicht gerne, weil er vorne keine Bremsen hat.", erklärt Museums-Chef Hermann Lahyer. Und Mechaniker Uwe Baumbach weist noch auf eine weitere Besonderheit hin: „Das Gas ist in der Mitte. Also links Kupplung, Gas in der Mitte, Bremse rechts. Somit brauchen wir das Auto abends auch nicht abschließen, die meisten würden damit nicht zurechtkommen." Bild in Detailansicht öffnen

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Mobil in Marxzell Schatzkammer für Autoliebhaber

Das Fahrzeug-Museum der Gebrüder Reichert ist eine Schatzkammer für Oldtimer-Fans. Mobil-Reporter Jürgen Hörig ist zu Besuch und auf Spritztour in einem Cadillac aus dem Jahr 1946.  mehr...

Landesschau Baden-Württemberg SWR Fernsehen BW

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