Umstrittene Tierrechtsorganisation PETA feiert 25-jähriges Jubiläum in Deutschland

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Die PETA in Deutschland feiert in diesem Jahr Jubiläum. Seit 25 Jahren setzt sich die Organisation für Tierrechte ein. Immer wieder kommt es dabei auch zu umstrittenen Aktionen.

Der wohl bekannteste Coup ist der sogenannte „menschliche Fleischberg“. PETA-Aktivisten legten sich 2009 aus Protest gegen die industrielle Fleischproduktion vor den Kölner Dom - nur mit Unterwäsche bekleidet und mit Kunstblut übergossen.

Zum 25-jährigen Jubiläum wurde die Aktion nun in Stuttgart nachgestellt. Mitten in der Stuttgarter Innenstadt legten sich erneut mehr als 30 Menschen in Unterwäsche und mit Plakaten wie „Fleisch tötet“ und „Vegan leben“ auf den nassen Asphalt.

PETA-Aktivisten bei einer Protestaktion in Stuttgart in Unterwäsche auf der Straße (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Protestaktion gegen Fleischkonsum in Stuttgart Picture Alliance

In unserer Bildergalerie finden Sie weitere der bekanntesten und umstrittensten PETA-Aktionen:

Bildergalerie Das sind die bekanntesten und umstrittensten PETA-Aktionen

Nadja Auermann posiert für die Kampagne „Lieber nackt als Pelze tragen“ (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
1994 startete PETA eine ihrer bekanntesten Kampagnen: „Lieber nackt als Pelze tragen“: Zahlreiche Prominente beteiligten sich und posierten nackt vor der Kamera, um gegen das Tragen von Pelzen zu protestieren. Unter anderem auch Model und Schauspielerin Nadja Auermann. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Auch Supermodel Naomi Campbell war ein Gesicht der Kampagne. Zum Ärger der Tierschützer lief sie allerdings wenige Jahre später mit einem dicken Pelz über den Laufsteg. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Im Februar 2019 protestieren PETA-Aktivistinnen bei der Londoner Fashion Week gegen das Tragen von Wolle - und brachten dazu ein blutig geschorenes Schaf mit. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
2016 übergoßen sich zahlreiche PETA-Unterstützer im spanischen Pamplona mit Kunstblut, um gegen die Stierkämpfe zu protestieren. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Am Weltvegantag (1. November) ließ sich ein PETA-Aktivist kopfüber hängen und mit Kunstblut einschmieren. Zwei Männer setzten ihm dabei ein Messer an die Kehle. Die Protestaktion sollte eine Tierschlachtung nachstellen. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen

Denn nur Schilder hochzuhalten reicht dem Verein nach eigenen Angaben nicht. „Seit jeher setzen wir daher auf bildstarke Mittel, die in den Köpfen hängenbleiben und zum Überdenken des eigenen Verhaltens anregen“, heißt es von Seiten der Tierschutzorganisation. Sie plant in diesem Jahr insgesamt 15 ihrer bekanntesten Aktionen nochmal in Deutschland durchzuführen.

Doch die Organisation fällt nicht nur durch umstrittene Protestaktionen auf: 2011 kam es zum sogenannten „Wiesenhof-Skandal“. Dabei dokumentierte PETA verdeckt wie Wiesenhof-Mitarbeiter auf Puten eintraten, sie schlugen und umherwarfen.

Teile des Filmmaterials wurden anschließend in der ARD TV-Reportage „Das System Wiesenhof“ gezeigt. Es folgte ein Aufschrei der Empörung: Unter anderem die Fans von Fußball-Bundesligist Werder Bremen forderten ein Ende der Zusammenarbeit mit Wiesenhof. Das Unternehmen war einige Monate vorher Hauptsponsor des Clubs geworden - und ist es bis heute.

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