Autos fahren durch die Karlsruher Straßen.  (Foto: picture-alliance / dpa)

Der Südwesten in Zahlen Darum ist Karlsruhe die Carsharing-Hauptstadt Deutschlands

Carsharing bezeichnet die gemeinsame Nutzung von Autos. In Zeiten wachsender Verkehrsströme gilt das Modell als Lösung für die Zukunft - und Karlsruhe als ein Vorbild für andere.

Denn in der badischen Stadt gibt es mit 2,71 mit Abstand die meisten Carsharing-Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner in Deutschland (Stand 2017). Berlin wird zwar mehr als Stadt des Autotauschens wahrgenommen, doch das liegt vor allem an der absoluten Anzahl von Fahrzeugen, die zur Verfügung stehen.

Auch Stuttgart und Freiburg mit hohen Carsharing-Quoten

Neben Karlsruhe können auch Stuttgart und Freiburg mit vergleichweise hohen Carsharing-Anteilen glänzen. Gemeinsam liegt das Trio aus dem Südwesten auf den ersten drei Plätzen bei der Anzahl der Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner.

Konzept aus Karlsruhe überzeugt

Der hohe Anteil von Carsharing-Angeboten hat eine zunächst überraschend klingende Ursache. "Wesentlicher Grund für die hohe Nachfrage ist, dass der ÖPNV und der Radverkehr bereits einen sehr hohen Anteil in Karlsruhe haben", teilt die Stadt Karlsruhe auf SWR-Anfrage mit.

Bei genauerer Betrachtung ergibt das aber schnell Sinn. "Wenn jemand bereits die meisten seiner Wege mit dem Rad oder dem ÖPNV zurücklegt, ist der Schritt kleiner, auf den eigenen Wagen zu verzichten. Und für die Fälle, für die man doch einmal ein Auto benötigt, steht dann ein Carsharingauto zur Verfügung", heißt es von der Stadt weiter.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Die optimale Verknüpfung zwischen Radverkehr und öffentlichem Nahverkehr in Karlsruhe fördert die Nutzung von Carsharing-Angeboten. Es bleibt abzuwarten, ob andere Städte in den kommenden Jahren aufschließen können.

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