Wärmende Gewürze: Ingwer, Kardamom, Gewürznelke (Foto: Colourbox)

So bleiben „Frostbeulen“ fit Mit diesem Frühstück wird Ihnen warm

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Wer fit bleiben will, sollte sich beim Essen auch an der Jahreszeit orientieren. Wenn es kalt ist, lohnt es sich, auf die üblichen Frühstücksgewohnheiten zu verzichten und etwas Neues auszuprobieren.

Kalte Jahreszeit: Mehr Hunger, häufiger kalte Füße und Hände

Im Herbst und Winter haben wir oft mehr Appetit. Das liegt daran, dass der Körper bei kühlen Temperaturen mehr Energie braucht, um für Wärme zu sorgen. Dennoch leiden vor allem Frauen oft an kalten Füßen oder Händen. Beim Wärmeempfinden und Auskühlen ist zwar jeder Mensch anders. Aber die folgenden Ernährungstipps können alle in der kalten Jahreszeit beherzigen.

Macht Kälte Erkältung? SWR Odysso klärt auf:

Tee mit Ingwer statt Minze

Trinken Sie genügend und auch reichlich warme Getränke wie Tee oder Gewürztee (Chai), um die Schleimhäute ausreichend zu befeuchten. Probieren Sie auch mal, regelmäßig ein kleines Glas warmes Wasser schon vor dem Frühstück zu trinken, um den Flüssigkeitsvorrat nach der Nacht wieder aufzufüllen. Das soll auch die Verdauung unterstützen. Tee für Frostbeulen kann einheizende Inhaltsstoffe enthalten wie frischen Ingwer, Fenchelsamen, Anis, Zimt, Gewürznelke oder Kardamom.

Minze gilt zum Beispiel in der ayurvedischen Gesundheitslehre eher als kühlend, kann aber mit wärmenden Gewürzen ergänzt werden. Rosmarin ist Kreislauf anregend und ein starkes Antioxidans für den Zellschutz. Thymian und Eukalyptus wirken antibakteriell und entzündungshemmend. Die aroma-intensiven Kräuter sind auch hilfreich bei Atemwegserkrankungen.

Vitamin-C-Bombe Hagebutte - und was ist mit heißer Zitrone?

 „Die Vitamin-C-Bombe in unseren Breitengraden ist die Hagebutte“, sagte Ernährungswissenschaftler Dr. Stephan Lück im SWR. „Die strotzt vor Vitamin C. Auch ein Tee aus Hagebutte hat immer noch Vitamin C, weil die Mengen signifikant sind. Die heiße Zitrone hat trotzdem ihre Berechtigung: Sie ist warm, das tut uns gut, wir bekommen Wasser – das löst den Schleim. Aber da ist Zitronensäure ist drin, und Zitronensäure ist das stärkste Stimulans für unsere Speicheldrüsen. Deswegen tut uns eine heiße Zitrone gut - nicht unbedingt wegen dem Vitamin C.“

Simpel, aber mit langer Tradition: heißes Wasser

Im Ayurveda und der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird auch empfohlen, über den Tag verteilt heißes Wasser statt kühler Getränke zu trinken. Dafür lässt man das Wasser in einem Topf einige Minuten kochen oder im Wasserkocher mehrmals aufkochen. Mögliche Kalkrückstände des Wasser absinken lassen und das heiße Wasser in eine Thermoskanne füllen.

Heißes Wasser zu trinken ist in China Tradition und hat laut einem TCM-Arzt auch medizinische Gründe:

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Vitamine durch Obst: Jetzt gerne kurz gedünstet

Manche Menschen vertragen frisches Obst in der kalten Jahreszeit nicht so gut wie sonst. Wenn es nach dem Apfel eher im Bauch rumort, probieren Sie ein warmes Frühstück mit kurz gedünstetem Obst aus.

Porridge, Milchreis, Brei: Warmes tut gut! Vielleicht sogar mit Chili?

Das Müsli, Porridge oder der gekochte Brei aus Hirse, Haferflocken, Gries, Milchreis oder Buchweizen wird warm zu einem Magenschmeichler. Dazu noch gedünstetes Obst und eventuell auch wärmende Gewürzen - fertig ist das bekömmliche Winter-Frühstück. Experimentierfreudige tasten sich auch an etwas Chili-Würze heran. Die Schärfe der Schote sorgt nicht nur für Wärme im Bauch.

Scharfes zum Frühstück: Senföle von Kresse bis Meerrettich

Das hier sind schnelle Scharfmacher als gesunde Dreingabe für die herzhafte Frühstücksstulle: Senf, Kresse, Rettich, Lauch, Zwiebeln, Frühlingszwiebeln und Meerrettich enthalten Senföle. Knoblauch gehört auch zu diesen kleinen Fit-Boostern, aber den will man vielleicht nicht unbedingt am Morgen.

Ernährungswissenschaftler Dr. Lück schwört auf den Gesundheitsfaktor der Senföle, die auch in Kohl enthalten sind: „Diese Stoffe sind wichtig für unser Immunsystem, weil sie die Bakterien, Viren und sogar schädliche Pilze in unserem Körper töten können.“ Der Experte gibt in der Erkältungszeit seinen süß-scharfen „Weihnachtssenf“ überall drauf, auch aufs Käsebrot. Der Senf ist frisch zubereitet etwa zwei bis drei Wochen haltbar.

Leichte Gemüsesuppe oder Brühe statt Brot

Hühnersuppe (Foto: Colourbox)
Suppen lassen sich leicht vorbereiten.

Morgens schon einen Teller Suppe löffeln? Was in Asien nicht unüblich ist, kann uns auch gut tun. Von einer Suppe mit Gemüse, den schnell gar werdenden roten Linsen oder einer Hühnerbrühe profitiert der Körper mehr als von einem Marmeladenbrot. Die Suppe lässt sich gut im größerer Menge vorkochen. Aus selbst gemachter Gemüsebrühepaste lässt sich morgens ruckzuck eine Brühe machen.

Wenn Sie sich für keinen dieser Tipps erwärmen konnten: Mehr Muskeln sorgen auch für mehr Wärme im Körper, und herzhaftes Lachen ebenfalls.

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