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Laupheim: Mehr Spielraum zum Lernen Toben hilft beim Lernen

Schüler der Wielandschule in Laupheim beim Sport

Beim Spielen kommet es auch auf die Geschicklichkeit an

Toben hilft beim Lernen

Esengül, Alim und Marcel fällt das Lesen, Schreiben und Rechnen schwer. Die drei besuchen die Wieland-Förderschule im schwäbischen Laupheim. Seit sie mit ihrer Klasse regelmäßig Bewegungsspiele machen und sich mal richtig austoben, wird für sie das Lernen etwas leichter. Doch die Sportstunde findet in der Grundschule im Nachbarort statt und es kostet viel Zeit, dahin zu kommen. Trotzdem nutzen Esengül, Alim und Marcel die verbleibenden Minuten und machen Bewegungs- und Geschicklichkeitsspiele.

Hier können sie eigene Grenzen ausloten, miteinander und voneinander lernen. Denn dabei muss man sich aufeinander verlassen können und an Regeln halten. Sie lernen, Ängste zu überwinden, aber auch mal Ärger rauszulassen. Ausruhen und Erholung gehören natürlich auch dazu. Und wenn es bei einem mal nicht so gut läuft, dann nehmen die anderen Rücksicht und spenden Trost. "Wir sind füreinander da!", sagen Esengül, Alim und Marcel.

Gemeinsam etwas bewegen

Schüler der Wieland-Förderschule in Laupheim beim Sport

Schüler der Wieland-Förderschule

Seit Sommer 2011 ist die Wielandschule in Laupheim als Förderschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt anerkannt. Doch ein eigener "Psychomotorikraum" steht bislang nicht zur Verfügung. Die Fahrten zur Bewegungsstunde in den Nachbarort müssen selbstständig von der Schule organisiert werden. Das nimmt viel Zeit in Anspruch, die zum Spielen und Toben fehlt.

Hohes Maß an Eigeninitiative

Da die Lehrer und Eltern ein solches Angebot den Schülern gerne häufiger zur Verfügung stellen möchten, wurde eine Initiative zur Einrichtung eines eigenen Bewegungsraumes gestartet: Ein großes Klassenzimmer steht zur Verfügung, das entsprechend umgebaut wurde. Die notwendige Renovierung wurde von der Stadt Laupheim übernommen. Für Ausstattung und Einrichtung kam der Förderverein selbst auf, dafür wurde bereits bei Spendern und Sponsoren gesammelt. Herzenssache griff dem engagierten Förderverein unter die Arme und steuerte den noch fehlenden Restbetrag bei.