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Stuttgart: Mobiles Street-Camp schenkt Unterstützung Stuttgarts erste Anlaufstelle für Straßenkids

In Stuttgart werden rund 1.000 Kinder und Jugendliche auf der Straße vermutet. Im Street-Camp, einem Fahrzeug mit zwei Streetworkern, finden sie einen ersten Ansprechpartner. Spenden von Herzenssache tragen dazu bei, diese wichtige Anlaufstelle für Straßenkinder zu erhalten.

Als die Streetworker Saskia vor vier Jahren das erste Mal treffen, ist sie 15. Sie ist von daheim abgehauen und bei ihrem älteren Freund untergeschlüpft. Zu Hause gibt es Probleme mit der alkoholkranken Mutter. Saskia will nicht zurück, sie wechselt Wohngruppen, fühlt sich nirgends wohl. Sie lebt eine Weile mit ihrem Freund in seinem Zimmer im betreuten Wohnen. Die Streetworker treffen die beiden unregelmäßig in der Stadt. Saskia ist stark abhängig von ihrem Freund, 2012 wird sie schwanger. Gegen seinen Willen treibt sie ab und emanzipiert sich. Finanziell unterstützt durch das Jobcenter, zieht die 18jährige in eine private WG und wendet sich bei Bedarf an die Streetworker, die für sie eine wichtige Anlaufstelle geworden sind.

Wichtige Kooperationen


Die Idee dieses mobilen Einsatzfahrzeuges mit einem niederschwelligen Beratungsangebot für Straßenkinder wurde 2012 durch eine Anschubfinanzierung von Herzenssache realisiert. Drei bis fünf mal pro Woche ist das Fahrzeug seitdem mit zwei Sozialarbeitern rund um den Hauptbahnhof und in den Parkanlagen unterwegs. Es bestehen Kooperationen mit dem "Schlupfwinkel", der Anlaufstelle für jugendliche Ausreißer in Stuttgart, dem Jugendamt der Stadt, der Polizei, kirchlichen Einrichtungen sowie Frauenhäusern und Mädchenwohnheimen. Allein im Jahr 2014 gab es Kontakte zu 130 Jugendlichen, mehr als die Hälfte besuchten auch den Schlupfwinkel, rund 50 Jugendliche nutzten ausschließlich das Betreuungsangebot des Street-Camps. Herzenssache unterstützt diese wertvolle Hilfe und wichtige Anlaufstelle für Straßenkinder durch die Übernahme von Personalkosten.