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Stuttgart: Ein Lotse im Krankheitsdschungel In den ersten Lebenswochen zweimal operiert

Melina* kam mit einem offenen Rücken zur Welt. Sie wurde zweimal operiert. Die Eltern fühlten sich angesichts der vielen Behandlungsmöglichkeiten im Olgahospital oft überfordert. Ein Lotse soll Eltern künftig in dieser schwierigen Lebenssituation unterstützen. Herzenssache möchte durch Spenden die dazu notwendige Anschubfinanzierung geben.

Mädchen im Rollstuhl schiebt einen Kinderwagen.

Melina kam mit einem offenen Rücken zur Welt und musste operiert werden.

Einen Tag nach der Geburt wurde Melina zum ersten Mal operiert und lag eine Woche lang auf der Neointensivstation im Olgahospital. Eine weitere OP wurde notwendig, die unmittelbar folgte. Eine große Belastung für das kleine Mädchen und ihre Eltern. Ihre Mutter war sehr froh, wenn sie es schaffte, zu stillen, selbst zu essen und zu schlafen. Die Wunde am Rücken verheilte schlecht. Erst spät erfuhren die Eltern, dass es an der Klinik ein Wundmanagement gibt. Auch vom sozialpädiatrischen Zentrum wussten sie lange nichts. "Uns hat ein Lotse gefehlt, der uns in dieser schwierigen Situation begleitet und berät", zieht die Mutter heute Bilanz.

Hilfe für 750 Familien

Der Förderverein zur Unterstützung neurologisch erkrankter Kinder F.U.N.K. e.V. möchte Familien während und nach ihrem Aufenthalt am Olgahospital künftig durch einen Lotsen unterstützen. Die Pädiatrie am Olgahospital umfasst die Bereiche pädiatrische Neurologie, Psychosomatik, Schmerztherapie und das Sozialpädiatrische Zentrum.
Der Lotse, ein ausgebildeter Kinderkrankenpfleger, wird die Eltern über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten des Kindes informieren und sie dabei unterstützen, den passenden Ansatz für ihr Kind zu finden. Jährlich können so rund 750 Familien erreicht werden.
Die Ergebnisse werden ausgewertet. Die Klinik hat ‒ nach einer erfolgreichen zweijährigen Pilotphase ‒ die Weiterfinanzierung in Aussicht gestellt.

* Name geändert