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Simmern: Inklusion ist ganz normal Wie Yannik-Maurice neuen Mut fand

Yannik-Maurice hat schon dreimal an Aktionen des Freizeitwerks Hunsrück teilgenommen. In der Schule war er oft angespannt, bei den Freizeiten hingegen plötzlich ganz locker und unbeschwert. Denn alle Teilnehmer behandelten ihn ganz normal. Dieser pragmatische Umgang hat dem heute 17-Jährigen gut getan.

Junge kneift die Augen zusammen

Yannik-Maurice hat schon oft an Aktionen des Freizeitwerks Hunsrück teilgenommen

Auch für die Betreuer war es eine neue Erfahrung, dass Yannik-Maurice sich in zwei unterschiedlichen Lebensbereichen so unterschiedlich verhalten kann. Mit seinem Bezugsbetreuer konnte Yannik-Maurice den schulischen Stress völlig loslassen. Und so hat er endlich den Mut gefunden, mit einer Ausbildung zu beginnen.

Inklusion ist ganz normal

Das Beispiel von Yannik-Maurice zeigt, wie selbstverständlich Inklusion im Freizeitwerk Hunsrück ist. Gerne würden mehr Kinder an den vielfältigen Angeboten teilnehmen, aber die bisherigen Kapazitäten des ehrenamtlich getragenen Vereins reichen dafür nicht aus. Aufgrund der großen Nachfrage wollte das Freizeitwerk die Betreuungsangebote daher ausbauen und mehr Aktionen, Projekte und Workshops in den Bereichen Sport, Kultur, Kreativität und Freizeit über das Jahr verteilt anbieten. Dazu sollte ein Netzwerk mit anderen Trägern der Jugendarbeit aufgebaut werden.

Nachwuchs aus den eigenen Reihen

Ziel war es auch, den Nachwuchs des Freizeitwerks zu fördern, sodass Jugendliche später einmal selbst Verantwortung als Jugendgruppenleiter übernehmen und die Arbeit weiterführen können. Speziell geschulte Fachkräfte verstärken das Mitarbeiterteam in den verschiedenen Projekten. Die Vernetzung mit anderen Verbänden und Vereinen leistet ein Projektkoordinator auf Minijob-Basis. Und aus den Reihen der Jugendlichen gibt es viele, die in den nächsten Jahren selbst als Freizeitleiter oder Projektmitarbeiter mitmachen wollen.
Herzenssache trug dazu bei, dieses vielfältige ehrenamtliche Engagement im Hunsrück auf professionelle Beine zu stellen und die Jugendarbeit in der Region zu vernetzen.