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Schwäbisch Hall: Kunsttherapie bei Depressionen Mein Bild sagt mehr als tausend Worte

Luna kam mit einer schweren Depression auf die Station Leuchtturm der Kinderklinik. Die Kunsttherapie half ihr, sich vorsichtig zu öffnen. Dank der Spenden von Herzenssache kann der Förderverein die Kunsttherapie - aufbauend auf den guten Ergebnissen der Pilotphase - nun langfristig etablieren.

Ein Mädchen sitzt am Schreibtisch.

Durch die regelmäßige Kunsttherapie fing Luna an, sich vorsichtig zu öffnen.

"Luna wurde aus der Klassengemeinschaft ausgegrenzt, Mitschüler lachten über sie und mobbten sie", schildert Lunas Mutter den Leidensweg ihrer Tochter. Die 14-Jährige bekommt heftige Magenbeschwerden. Luna zieht sich immer mehr zurück. Eine Kinder- und Jugendpsychiaterin überweist sie mit einer schweren Depression auf die Station Leuchtturm der Kinderklinik am Diak. Durch die regelmäßige Kunsttherapie fängt sie an, sich vorsichtig zu öffnen. Nach mehreren Wochen kann Luna die Klinik wieder verlassen. Noch braucht sie Medikamente und eine therapeutische Unterstützung, doch sie fühlt sich seit langem erstmals wieder richtig wohl.

Zu wenig Angebote

Bei jedem fünften Kind zwischen drei und 17 Jahren gibt es Hinweise auf eine seelische Erkrankung. Das sind Ergebnisse der "Studie zur Gesundheit von Kinder und Jugendlichen in Deutschland" (KiGGs) des Robert-Koch-Instituts. Die Ergebnisse decken sich mit dem Alltag auf der Station Leuchtturm. Hier ist eigentlich nur Platz für zwölf Kinder und Jugendliche. Doch die Station ist oft überbelegt. Ein Team aus Kinder- und Jugendärzten, Psychiatern, Therapeuten und Pflegepersonal kümmert sich um die jungen Patienten. Zusätzliche Therapieformen, wie Musik- und Kunsttherapie ermöglichen einen guten Zugang zu den Kindern und Jugendlichen. Diese Angebote müssen aber über Spenden finanziert werden.

In einem Pilotprojekt wurden erste Erfahrungen mit kunsttherapeutischen Angeboten gemacht. Das Malen und Gestalten gibt den oftmals traumatisierten und eingeschüchterten Kindern das Gefühl zurück, dass sie etwas können und etwas wert sind. Herzenssache unterstützt den Verein durch die Übernahme von Honorarkosten.