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Stuttgart: Radio Rio auf Station Den schwierigen Alltag für eine Weile vergessen

Eileeen im Studio

Eileen übt sich als Moderatorin

Eileens Lieblingssender läuft im Krankenhaus

Die 16-jährige Eileen leidet seit fast zehn Jahren an "Juveniler Idiopathischer Polyarthritis", kurz Rheuma. Einmal pro Woche spritzt sie sich ein Medikament, das macht die Schmerzen erträglicher. Bei starken Schüben muss sie zur Kortison-Therapie ins Stuttgarter Olga-Hospital. Man sieht ihr die Krankheit nicht an. Das macht es für Eileen in der Schule und privat besonders schwer. "Die Eileen sieht gar nicht aus, als ob sie krank wäre, sie lächelt doch immer", sagen die anderen oft.

Dabei gibt es Tage, an denen sich Eileen fast gar nicht bewegen kann. Die Finger tun ihr weh, das Schreiben in der Schule wird zur Tortur, auch beim Sport kann sie nicht mitmachen. Ihr größter Wunsch ist es, einfach so zu sein, wie alle anderen auch. "Wenn ich aber ehrlich bin, ist das mit dieser Krankheit aber fast nicht möglich", gesteht sie ein.

Wenn sie in der Klinik ist und alleine in ihrem Zimmer liegt, grübelt sie besonders viel. Gut, dass sie dann "Radio Rio" einschalten kann. Im Klinikradio läuft nicht nur Musik, die ihr gefällt, zwischendurch gibt es auch Interviews mit Patienten aus dem Krankenhaus. Man kann einfach nur zuhören, welche Ängste und Sorgen die anderen haben, oder selber erzählen, was man erlebt und was einem geholfen hat. Eileen tauscht sich gerne mit anderen Betroffenen in der Klinik aus. So kann sie ihren schwierigen Alltag für eine Weile vergessen. Das gibt ihr Mut und lässt sie wieder lächeln!

Erweiterung des Kinderklinikradios

Mit Hilfe von Herzenssache hat der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg 2007 im Stuttgarter Olga-Hospital ein innovatives Konzept realisiert: Das erste Kinderklinikradio von Kindern für Kinder. Das Radio lockert den Krankenhausalltag der Kinder auf der Station auf. Natürlich darf die Lieblingsmusik im Programm nicht fehlen. 2013 zieht das Olga-Hospital in einen Neubau mit komplett neuer Elektrik und IT um. Damit das erfolgreiche Radio fortgesetzt werden kann, stellte die Klinik im Neubau einen extra Raum als Studio zur Verfügung. Die alte Technik wurde komplett weitergenutzt.

Neue Studiotechnik erforderlich

Damit aber alle Kinder in der Klinik das Radio hören und auch dabei mitmachen können, musste die bestehende Sendetechnik erneuert und umgerüstet werden. Innovativ war auch die Idee, das Radioprogramm via Internet in den Unterricht an Schulen zu integrieren. Mit der neuen Digitaltechnik wurde das Programm außerdem in andere Kinderkliniken und Kinder-/Jugendpsychiatrien in Baden-Württemberg übertragen. Und damit dann auch Telefoninterviews möglich sind, wurde ein neues Mischpult und zusätzliche Mikrofone benötigt. Herzenssache unterstützte das Kinderklinikradio bei diesem wichtigen Schritt und beteiligte sich an den Kosten für die neue Studio- und Sendetechnik.