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Neunkirchen: Kreativprojekt für Integration Trommeln öffnet Welten

Mohamad flüchtete mit seiner Familie aus Syrien, wo er ein fleißiger Schüler war. Doch in der deutschen Schule konnte Mohamad sich nicht einbringen – ihm fehlten die Worte. Oft schaute der Neunjährige die Lehrer mit großen Augen fragend an, denn er verstand kein Wort.

Junge bastelt eine Trommel

Im Musikunterricht blühte Mohamad auf!

Im Musikunterricht aber blühte Mohamad auf. Beim Basteln von Blumentopftrommeln konnte er sich endlich einbringen und zeigen, was in ihm steckt. Auch die anderen Kinder stellten fest, dass Mohamad gar nicht so schüchtern ist. Durch das gemeinsame Musizieren bildeten sich Freundschaften, über die Mohamad schon viele neue Wörter gelernt hat.

Kreativität verbindet

Im Jahr 2014 haben rund 1.700 junge Flüchtlinge unter 21 Jahren die Landesaufnahmestelle in Lebach durchlaufen. Sie kommen aus Syrien, Eritrea und anderen Krisengebieten. Die meisten von ihnen kamen schon nach wenigen Wochen in saarländische Kommunen. Etwa 80 von 160 Schülern der Grundschule Wellesweiler in Neunkirchen haben ausländische Wurzeln. Davon sprechen 29 Kinder kein oder nur wenig Deutsch. Um eine schnelle Integration zu ermöglichen, möchte die Schule an den Erfolg des Musikprojekts anknüpfen und das Projekt zukünftig professionalisieren.

Integration durch Musik

Neben selbstgebastelten Instrumenten aus Blumentöpfen und Plastikeiern sollen afrikanische Trommeln, sogenannte Djemben, regelmäßig im Unterricht eingesetzt werden, um so ein richtiges "Klassenorchester" auf die Beine zu stellen. Für die neuen Instrumente hat der Förderverein jedoch kein Geld. Herzenssache hilft dabei, Flüchtlingskinder im Saarland Willkommen zu heißen und finanziert dem Förderverein 25 Djemben.